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Saisonfazit 0405

Dienstag, 16. Mai 2006

Meine Saisonbilanz - Teil 2

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Selten war das Manager-Spiel ein solches auf und ab wie in dieser Saison. In der Hinrunde hat mich das desolate Auftreten meiner Millionen-Einkäufe Marcelinho und Asamoah richtig nach unten gezogen. Als weitere überbezahlte Gurke, die mir die gesamte Spielzeit wie ein Klotz am Bein hing, stellte sich Fabian Ernst heraus. geschieht ihm nur recht, nicht mit zur WM zu fahren. Einzig Tim Borowski konnte die Minder-Leistungen ausgleichen.

In der Winterpause kam die Notbremse, Marcelinho, Asamoah, Helveg und Butt wurden verkauft, dafür kamen Keller, Sagnol, Jarolim und Klose. Allesamt stellten sich als Punktgaranten heraus und am Ende steht das anvisierte Mindestziel, Top-10.000, unter dem Strich.

Mit der Liga landeten wir immerhin auf Platz 1.440 (von rund 6.000 glaube ich), und das, obwohl wir von einem Bayern-Anhänger runtergezogen wurden.

Kicker-Liga

Hier nochmal weisesten Voraussagen aus den Gründen für meine Aufstellung vor der Saison:

"Borowski traue ich in dieser Saison den großen Durchbruch zu."
"In der Abwehr sollte mit Van Buyten ein sicherer Punktegarant auflaufen"

Und hier die größten Irrtümer:

"In der Abwehr sollte mit Helveg ein potentieller Punktegarant auflaufen."
"Metzelder wird einschlagen, falls er sich nicht verletzt."
"Schalker Spieler müssen einfach in den Kader rein."

Samstag, 11. Juni 2005

Saisonrückblick: DSC Arminia Bielefeld

Welch großartige Saison die Arminia gespielt hat, erkennt man alleine an der Art und Weise, wie sich zur Zeit bessergestellte Vereine am Spielermaterial bedienen. Buckley, Skela, Owomoyela, Lense, Langkanp - alle weg. Eine halbe Stammelf. Als wäre das nicht genug, hat sich Erfolgstrainer Uwe Rapolder gen Geißbockheim verabschiedet. Dabei hatte den Bielefeldern vor einem Jahr keiner den Klassenerhalt zugetraut. Doch vor allem mit einer sensationellen Hinserie sicherten sie sich den Ligaverbleib. Dazu kam als Sahnehäubchen das Pokal-Halbfinale. Wenn es läuft, dann läuft es eben. Dabei spricht die Statistik nicht unbedingt für die Arminia - wenig Tore geschossen, recht viele kassiert und dazu, als Aufsteiger, in der Fair-Play-Tabelle auf dem zweiten Platz. Die Form der ersten Spiele konnte Bielefeld nie bestätigen - In der Rückrundentabelle landete die Mannschaftauf einem enttäuschenden 17. Platz - vielleicht die Weichenstellung für die Zukunft.

Saisonrückblick: 1.FC Nürnberg

Bereits vor der Saison habe ich in diversen Foren meine Meinung kund getan: Der FCN wird nicht absteigen. Meine Meinung basierte erstens auf der Annahme, das Wolfgang Wolf zwar etwas grobschlächtig, aber dennoch ein guter Trainer ist und zweitens auf dem durchaus vorhandenen Spielerpotential. Mintal und Vittek hatten bereits in der zweiten Liga eine herausragende Saison gespielt, dazu kamen solige Verstärkungen wie Schroth und Hajto. Mein Instinkt hatte mich allerdings ein wenig getäuscht. Denn die Mannschaft war in einer ungesunden Weise von Mintal abhängig. Ohne seine unglaubliche Erfolgsserie wäre der Club wohl zweifellos nicht zu retten gewesen. An 30 von 55 Toren war er beteiligt. Immerhin schaffte es der FCN so, kein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz zu stehen. Mit einer besseren Chancenverwertung (27,4 Prozent) wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen. Profitieren konnte der Verein sicher, wie einige andere, von den Schwächen der Konkurrenetn aus Bochum, Rostock und Freiburg. Schwieriger als diese Spielzeit, in der man den Lauf aus der Vorsaison mitnehmen konnte wird sicherlich die nächste. Vor allem, wenn doch noch ein Angebot für den Star kommt, dem man nicht widerstehen kann. Denn für Marek Mintal kann es keinen adäquaten Ersatz geben.

Donnerstag, 9. Juni 2005

Saisonrückblick: Borussia Mönchengladbach

Wow, Borussia: Wie kann man nur so oft in die Scheisse greifen? Bei keinem anderen Club dürfte das Ergebnis soweit von den Vorhaben abweichen - traurig das als Fan zuzugestehen.

Jede Menge sinnlose Einkäufe haben dem VFL den spöttischen Beinamen Kaufhaus des Westens verliehen. Und genau das widerspricht allem, wofür der Verein bis dato stand. Hätten die Transfers wenigstens Sinn gemacht, der Erfolg hätte dem Verein Recht gegeben. Doch es wurde alles geholt, was nicht bis drei auf der Palme war - egal, ob verletzt, perspektivlos oder ohne Motivation. Am Ende der Saison war entweder alles wieder weg oder immer noch malade.

Aber den größten Schlamassel haben sich die Galdbacher mit den Trainern angetan. Auf den wahrscheinlich talentierten Fach folgte der wahrscheinlich gut gemeinte Advocaat. Am Ende übernahm Köppel als einzige durchsetzbare Lösung das Ruder, obwohl er außer zwei Siegen und drei meist glücklichen Unentschieden zu Null nichts zu bieten hatte.

Wie in den Vorjahren hoffen die Gladbach-Fans, es möge eine Zwischen-Saison gewesen sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass man auch in der nächsten Spielzeit höchstens im Mittelfeld rumkrampfen wird, ist groß. Aber selbst das, obwohl es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, ist ungewiss, aber würde dankbar angenommen. Denn die niedrige Schmerzgrenze der Fans zeigte sich am letzte Spieltag, als die Mannschaft für den Klassenerhalt abgefeiert wurde, als hätte sie gerade den UEFA-Cup-Platz klar gemacht. Und der war es nicht peinlich, sich für die dargebotene Seuchensaison abfeiern zu lassen.

Mittwoch, 8. Juni 2005

Saisonrückblick: VfL Bochum

"Die Nr. 1 im Revier sind wir" oder so ähnlich schallte es gegen Ende der vergangenen Saison durch das Ruhrstadion. Der vergangenen Saison? Ja tatsächlich, es ist erst gut ein Jahr her, dass sich der VfL für den Uefa-Cup qualifizierte - es scheint Äonen entfernt. Damals haben sich zwar die Spieler gegenseitig krankenhausreif geprügelt, doch sie haben auch Tore am Fließband geschossen und schönen Fußball gezeigt. Wieder einmal zeigt sich, dass der Weggang der meisten Leisungsträger zwar oft, aber eben nicht immer kompensiert werden kann.

Trotz seiner so oft gerühmten Spielerdatenbank schaffte es Peter Neururer nicht Siegertypen zu verpflichten. Lokvenc und Knavs kamen von Lautern, die sich dort in den Saisons zuvor bereits einen eher zweifelhaften Ruf erspielt hatten. Wen wundert es, dass gerade der FCK ohne die beiden ehemaligen Achsenspielern eine ungefährdete Saison spielte. Fahrenhorst und Hashemian, Torgaranten der Vorsaison, konnten sie nicht annähernd ersetzen.

Eine wirkliche Schwachstelle war bei Bochum nicht auszumachen. So wie man zuvor kollektiv einen Riesenerfolg feiern konnte, ging man kollektiv in die zweite Liga - und das auf konstant schlechtem Niveau. Seit dem 13. Spieltag stand Bochum konstant auf einem Abstiegsplatz. Der fade Beigeschmack war die gewisse Arroganz, die anfangs der Saison herrschte, als man sich, wie bereits Jahre zuvor, als "unabsteigbar" wähnte. - ja dieses Mal sogar für höhere Ziele berufen. Im Nachhinein bereue er die Sieges-Tänzchen vergangener Zeiten, räumte Peter Neururer ein. Solche Einsichten haben dann keine Größe, wenn sie kleinlaut zu Protokoll gegeben werden müssen.

Montag, 30. Mai 2005

Saisonrückblick: Hansa Rostock

Ein Lob vorweg: Kein Verein hat sich so lange mit ähnlich bescheidenen Mitteln in der ersten Liga gehalten als Rostock. Seit ihrem zweiten Bundesligaaufstieg waren die Ostdeutschen oft bedroht, schafften aber immer wieder den Klassenerhalt und schrammten zweimal nur knapp an der UEFA-Cup-Quali vorbei. Eigentlich war es nur logisch, dass es irgendwann auch die Hansa erwischen würde. Ähnlich wie Freiburg ist sie in einem gewissen Maß darauf angewiesen, dass vieles zusammen passt.

Gerade für Mecklenburg-Vorpommern, die strukturschwächste Region Deutschlands, ist Hansa Rostock eine wichtige Identifikationsfläche und Quelle von gemeinschaftlichem Selbstbewusstsein. Doch gerade da scheint der Zuschauerschnitt von lediglich 19.020 etwas mager.

Eine der Hauptursachen des Abstiegs ist der Weggang von Martin Max. Deutlich wird die Lücke, die der Torjäger hinterlassen hat an der katastrophalen Chancenauswertung von nur 19 Prozent. Warum die Hansa regelmäßig in der zweiten Halbzeit eingebrochen ist (Platz 12 in der Tabelle der ersten Hälfte), bleibt ein Rätsel. Vielleicht hat Juri Schlünz in der Vorbereitung die Konditionsarbeit vernachlässigt.

Auch Jörg Berger konnte, trotz einer akzetablen Bilanz in den letzten Spielen, als Trainer nicht überzeugen. Zehn Spiele brauchte er, bis zum ersten Sieg - mehr als enttäuschend. Ebenfalls unerklärlich ist die Heimschwäche in der ersten Halbserie. Völlig ohne Selbstbewusstsein verlor Rostock acht Spiele in Folge.

Auffallend an der Personalstrategie des Vorletzten: Wie beim SC Freiburg wurden kaum neue Leistungsträger verpflichtet, sondern auf den alten Kader gesetzt. Ein Zeichen, dass eine Mannschaft neue Impulse braucht, um nicht in Selbstzufriedenheit zu verfallen.

Donnerstag, 26. Mai 2005

Saisonrückblick: SC Freiburg

Der SC Freiburg macht eine Analyse der Saison nicht allzu schwierig, denn egal wo man hinschaut, welche Werte man auch heranziehen will - überall sieht es beschissen aus. Man könnte sagen, die Breisgauer sind mit Pauken und Trompeten abgestiegen.

Volker Finke vertraute weitgehend der recht erfolgreichen Mannschaft der Vorsaison. Vielleicht war es ein Fehler, nicht genug Reizpunkte zu setzen und die gewohnte Hierarchie überhaupt nicht durch Neulinge in Frage zu stellen. Denn gerade einige frühere Leistungsträger wie Rodar Antar, Oumar Kondé oder Dennis Kruppke blieben weit unter ihren Möglichkeiten.

Die früher so gefürchtete Offensivabteilung wirbelte höchstens noch sich selbst durcheinander. Nur 140 Chancen wurden erspielt (17. der Liga) und davon wiederum nur 21,4 Prozent genutzt (17.). Die linke Angriffsseite lag weitgehend brach, nur 4 Prozent der Tore wurden über diesen Flügel erzielt.

In allen Tabellen (außer der Zuschauertabelle) liegt Freiburg an letzter Stelle: erste Halbzeit, zweite Halbzeit, Hin- und Rückrunde, Heim und Auswärts, die wenigsten geschossenen, dafür die meisten kassierten Tore et cetera.

Auch im Vergleich mit den fünf direkten Konkurrenten um den Abstieg kann Finkes Truppe nur eine desaströse Bilanz vorweisen. Zwei Heimpunkte und ein Auswärtspunkt stehen da zu Buche. Wie sagte Richard Golz: "Wenn es schlecht läuft, steigen wir ab. So ist das nun mal." Das ist tatsächlich so bei Vereinen wie in der Größenordnung eines SC eines VfL Bochum oder einer Arminia Bielefeld. Dennoch kann ein schlechter Lauf die katastrophale Leistung der Freiburger nicht erklären. Zeit für einen Neuaufbau. Aber das wird Finke sicher schaffen.

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