Kreisliga

Sonntag, 21. Oktober 2007

Tales from the Kreisliga: Still unbeaten

Kann man ein Unentschieden in der Kreisliga C temperamentvoller feiern als einen Weltmeistertitel? Man kann. Wenn ich mir die emotionslose Danksagung an alle Sponsoren vom Kimi Raikönnen reinziehe, dann war das eine Party, die wir nach dem 1:1 gegen den Tabellenzweiten abgefackelt haben.

Das heißt allerdings nicht viel. Wir haben uns lediglich gut gelaunt abgeklatscht. In der Formel 1 feiert man halt ein wenig bescheidener.

Mein vierter Einsatz für meinen neuen Verein bedeutet immerhin eine Bilanz von zwei Siegen und zwei Unentschieden. Bei den drei Niederlagen der bisherigen Saison habe ich mich - man könnte behaupten geschickt - verletzt oder krank abgemeldet.

Ansonsten fragte man sich an diesem Tag, warum man sich nicht ein gemütlicheres Hobby ausgesucht hat. Regnerisch, scheiße-kalt und dann noch gegen einen türkischen Verein als Kontrahent. Was in der Regel mehrere rote Karten und einen unangenehmen Abgang vermuten lässt.

Nichts davon war der Fall. Der Schiedrichter war geschätzte 15 Lenze alt, hatte die Partie aber gut im Griff. Und der Gegner kam kaum zum Zug, sondern wir als Aussenseiter machten das Spiel. Wäre nicht der völlig blinde Pass unseres Linksverteidigers in den Lauf des gegenrischen Mittlelstürmers gewesen, als solider Rückpass auf unseren Innenverteidiger gedacht, wäre nichts angebrannt.

Wenn man dann, 50 Minuten nach einer Maßflanke zum Ausgleich, allerdings unter einer Dusche steht, die gefühltes 2 Grad kaltes Wasser ausspuckt, weiss man wieder, wo die eigenen fußballerischen Qualitäten angesiedelt sind. Ganz weit unten, dort wo es nicht mal einen Thermostat gibt. In der Kreisliga.

Freitag, 31. August 2007

Tales vom the Kreisliga –Vergessene Tugenden

Bereits in den frühesten Jugend-Klassen hatte ich Trainer, die legten keinen Wert auf Technik, die hatten die deutsche Spielanlage verinnerlicht, eingeatmet und mit jeder Faser des Körpers aufgenommen. In der E-Jugend lief ich fünf Runden um den Platz, bevor ich einen Ball sah. Und die ersten taktischen Anweisungen, an die ich mich erinnern kann, lauteten etwa wie folgt:

„Wenn dein Gegenspieler den ersten Ballkontakt hat, grätsch ihn über die Außenlinie. Dann weiß er direkt, was heute los ist“. Und: „Der Ball darf an dir vorbeigehen, der Gegenspieler darf an dir vorbeigehen – aber niemals beides gleichzeitig.“

Diese Qualitäten scheinen bei der heutigen Jugend nicht mehr weit verbreitet. Denn als ich im ersten Spiel in meiner neuen Mannschaft eben jene erste Ansage beherzigte, flippte mein Trainer vor Begeisterung fast aus. Ich spielte Rechtsverteidiger und mein Gegner meinte sich den Ball an der Außenlinie zur Flanke zurecht legen zu können. Eine Sekunde prallte er einen Meter außerhalb des Spielfelds auf. Wohlgemerkt: Kein Foul. Zuerst hatte ich die Pille getroffen.

Dass eine selbstverständliche Aktion ein solches Echo fand, überraschte mich. Aber in den folgenden Trainings konnte ich mich selbst überzeugen. Wenn es hart auf hart ging, dann zuckten die meisten lieber zurück, als den Gegenüber mal ordentlich über die Asche zu schleifen. Ich hingegen bekam am Arbeitstag nach den Übungseinheiten in der Firma mitleidige Kommentare ob meines Humpelns aufgrund diverser Pferdeküsse und blauer Flecken.

Das mag scheiße aussehen, aber ganz ehrlich: Nach 18 fußballfreien Monaten ist jeder Schmerz eine Wohltat, die daran erinnert, dass man am Vorabend gefightet und gekämpft hat. So fühlt sich Leben an.

Donnerstag, 2. August 2007

Tales from the Kreisliga: A New Hope

Gute anderthalb Jahre lagen die Tales from the Kreisliga auf Eis. So lange hat mein herausragendes Talent ungenutzt geschlummert. Der eigentliche Plan lautete: Nochmal angreifen. Nach zwei Saisons eher gemütlicher Kreisliga B peilte ich eine höhere Klasse an. Und zwar in einem Verein mit mindestens zwei Rasenplätzen. Diverse enttäuschende Probetrainings verhinderten aber ein früheres einsteigen (okay, es waren vier). Denn ich will ja nicht einfach nur Fußball spielen.

Ich will auch nach dem Spiel gemütlich in der Kabine einen trinken, ich will ein bisschen Kameradschaft. Diese Qualitäten scheinen heutzutage eher ein Schattendasein zu führen. Nach Trainingsende stoben die Mannschaften auseinander, als sei ein Feuer in der Umkleide ausgebrochen.

Deswegen bin ich diesmal gezielt vorgegangen und habe in der Saisonvorbereitung sämtliche Plätze in fünf Kilometer Umkreis gesichtet, bevor ich mich für einen Verein entschieden habe. Und als ich DJK Feudenheim eine Menge offensichtlich alternativ angehauchter Typen über den Platz traben sah, dachte ich: Hier kannst du es mal probieren.

Und was soll ich sagen: Beim ersten Training traf ich in der Kabine auf einen Bierkühlschrank! Killerkriterium erfüllt, Suche beendet. Leider gibt es nur einen schlechten Ascheplatz und mäßige Erfolgsaussichten in der Kreisliga C. Aber hey: Wir können nicht absteigen. Das ist doch schonmal was. Sonntag erstes Spiel - weitere Berichte folgen.

Mittwoch, 25. Januar 2006

Der amputierte Arm

Neulich musste ich in der Zeitung lesen, dass einem Nationalspieler von Paraguay der Arm amputiert werden musste. Eine sehr traurige Angelegenheit, und dem guten Julio Gonzalez gilt mein ganzes Mitgefühl. Doch bei der Gelegenheit musste ich an einige Spiele aus meiner Jugendzeit denken.

Es muss in der E-, D- und C-Jugend gewesen sein. Da spielte bei der SpVg Odenkirchen ein dicker Junge, dem so wie Gonzales ein Arm fehlte. Zufällig stürmte er über die linke Außenseite und ich war als rechter Verteidiger eingeteilt. Er ärgerte mich. Als 10-jähriger macht man sich die Ausmaße einer nicht vorhandenen Extremität kaum klar. Deswegen sah ich es als grobe Spielverzerrung an, dass er den Einwurf unbestraft nur mit einer Hand ausführen durfte. Er schleuderte den Ball sicher doppelt so weit, wie jeder andere auf dem Platz.

Der Schiedsrichter sah sich einer Situation gegenüber, auf die er nicht vorbereitet war. Heißt es doch in den Regeln, dass der einwerfende Spieler "beide Hände gebrauchen muss". Hätte er nun eingegriffen, wären die Stimmen der Zuschauer laut geworden: "Diskriminierung!" Dabei könnte doch auch ein Spieler mit nur einem Arm einen Einwurf wenigstens einigermaßen regelgerecht ausführen, denn der Ball muss "von hinten über seinen Kopf geworfen werden". Bei zwei Armen stellt die Beurteilung kein Problem dar. Bei einer körperlichen Einschränkung kann man als Betroffener schonmal den Grenzbereich ausloten und auf die Schamgrenze des Unparteiischen setzen. Und genau das hatte dieser Junge, in meinem unschuldigen Augen, perfektioniert.

Ich war auf jeden Fall schwer angefressen. Leider weiß man auch als Jungspund, dass man sich durch lautstarkes Insistieren in einem solchen Fall höchstens Feinde schaffen kann. Deswegen sind diese Aufeinandertreffen von mir und dem dicken Jungen, dem ein Arm fehlte, bis heute nicht ausdiskutiert. Ich würde gerne wisse, was er heute macht, ob er immer noch für die SpVg Odenkirchen spielt und ob er immer noch die Einwürfe bis an den Elfmeterpunkt schleudert, weil ihn keiner daran hindert. Wenn er das hier liest, wäre ich über Aufklärung dankbar.

Freitag, 20. Januar 2006

Tales from the Kreisliga Teil 8: Geländebesichtigung

Gut, ich habe mich damit abgefunden, dass aus mir kein Profi bei Bayern München mehr wird. Dann könnte ich meine pottdreckigen Schuhe in einen Schacht werfen und am nächsten Tag stünden sie auf Hochglanz poliert vor meinem Platz in der Kabine. Aber ein kleines bisschen Komfort möchte ich auch in der Kreisliga genießen.

Meinen letzten Verein hatte ich mir sehr unbedacht ausgewählt - ausschließlich nach sozialen Geischtspunkten: Nette Leute, da will ich mitmachen. Ich bereute es in keinem Moment. Die Rahmenbedinungen waren dennoch, sagen wir mal verbesserungswürdig.

Der einzige Platz war ein Geläuf aus unebener roter Asche. Das Vereinsheim war ein runtergekommener Blechcontainer, ein Überbleibsel aus den 80ern, in dem kaum 30 Leute Platz fanden. Die Umkleidekabinen befanden sich in sicherem Abstand vom Platz in der Turnhalle einer Schule, in der das warme Wasser in den Ferien abgedreht wurde (An dieser Stelle möchte ich einräumen, dass solche Umstände auch einiges zum Mannschaftszusammenhalt beitragen können - nicht umsonst überdauern Kriegskameradschaften in der Regel Jahrzehnte).

Aber man wird älter und damit auch anspruchsvoller. Mit ausholenden Schritten auf das 30. Lebensjahr zugehend und der Notwendigkeit einen neuen Verein suchen zu müssen, kann man das Angenehme mit dem Nützlichen kombinieren. Vor der Wahl des neuen Vereins steht also im Moment eine ausführliche Geländebesichtigung. Der zuvor zurechtgelegte Kriterienkatalog umfasst dabei folgende Punkte:

- Mindestens ein Rasenplatz
- Kunstrasen wäre schön, bringt aber auch Nachteile, wie regelmäßige Verbrennungen der Oberschenkelpartie mit sich
- Ein Vereinsheim mit angenehmer Atmosphäre, Pils vom Fass, Premiere-Empfang und Panorama-Blick auf das Spielfeld
- Großzügig gestaltete Kabinen mit Duschen, die heißes Wasser in der Art versprühen, das der ganze Körper nass wird
- Erreichbarkeit mit dem Fahrrad
- eine Truppe, in der wenigstens fünf Spieler wissen, dass Ariel Scharon kein Waschmittel ist

Extra-Punkte gibt es für:

- Eine Terasse vor dem Vereinsheim, auf der im Sommer gegrillt werden kann
- Eine atmosphärische Umgebung rund um die Sportanlage
- Ansage der Spielername vor dem Anpfiff
- Der Premiere-Decoder ist ausschließlich auf Übertragungen von Borussia Mönchengladbach eingestellt (okay, illusorisch)

Meine erste Station: Das "Schnickenloch", kaum 500 Meter vor der Haustür, direkt am Rhein gelegen. Völlig inakzeptabel: Ascheplatz mit Container nebendran. Null Punkte.

Zweite Station: "48er-Platz": Rasenplatz ohne sichtbares Vereinsheim, dafür Schule nebendran. Also in der Turnhalle umziehen. Auch Scheiße.

Dritte Station: Am "Luisenpark". Ein Gelände, wie man es selten gesehen hat. Ca. sieben Fußballplätze, ein Baseballplatz (für den ortsansässigen Bundesligisten "Tornados"), ein 20.000-Mann-Stadion (für Waldhof, auch wenn der Vereien es nicht mehr braucht). Zu groß, zu unfamiliär.

Vierte Station: Gelände des MFC 08 Lindenhof am Promenadenweg:
- Rasenplatz: Vereinseigene Anlage auf 23.000 qm: Check!
- Kunstrasen: Nope - aber beflutlichteter Ascheplatz fürs Wintertraining
- Vereinsheim - eigene Gaststätte: Check!
- Kabinen: Sieht von außen groß aus: Check!
- Erreichbarkeit mit dem Fahrrad - Check!
- Truppe: Laut Trainer: Fast nur Studenten - Check
- Terasse: Laut Internetseite: "Gartenterasse unter Kastanien" - Check!
- atmosphärische Umgebung: Mitten im Naherholungsgebiet am Rhein - Check!
- Ansage der Spielernamen: Sprecherkabine ist vorhanden: Check!
- Decoder nur auf BMG eingestellt: Abwarten

Die Voraussetzungen scheinen also perfekt. Meine Ambitionen erhielten jedoch schon einen Dämpfer. Hatte ich bereits meine Trainingsklamotten zusammen geschnürt , um heute abend ins Geschehen einzugreifen, musste ich vom Coach erfahren, dass das Training erst am 1.2. starten wird. Es bliebe mir also noch eine gute Woche Zeit, um den Weihnachtsspeck zu reduzieren. Aber als Konditionswunder habe ich sowas überhaupt nicht nötig.

Freitag, 4. November 2005

Tales from the Kreisliga Teil 7: Ein Abschiedsspiel, das keins war

Eine kurze, wenig steile Karriere im Siegener Amateurfußball neigt sich dem Ende zu. Noch nicht mal ein offizielles Abschiedsspiel bleibt mir vergönnt. Denn der kurzfristig geplante Urlaub verhindert einen letzten Einsatz am Siegener Giersberg. Stattdessen bleibt als letzter Auftritt ein unbefriedigendes 1:3 gegen einen spielerisch kaum überlegenen Gegner vor zwei Wochen in Erinnerung.

Der bittere Nachgeschmack haftet am Gaumen. Auf einem Abstiegsplatz stehend nimmt niemand gerne seinen Hut. Der Tiefpunkt trübt den Blick auf eine schöne Zeit, in der man Freunde, Spiele, Zweikämpfe gewonnen hat.

Erinnerungswürdige Momente:

Gemeinsames Fluchen, wenn man sich im strömenden Regen bei gefühlten 10 Grad minus auf einem lausigen Ascheplatz die Bälle zugekickt hat und sich fragte: Warum habe ich mir nicht ein anderes Hobby ausgesucht?

Die Antwort eine Stunde später, biertrinkend mit auftauenden Zehen in der Kabine.

Beim Hallenturnier, als man plötzlich im Finale stand, obwohl in Einschätzung des eigenen Leistungsvermögens für diese Zeit ein Tisch in der nicht weit entfernten Kneipe reserviert wurde.

Die letzte Chance, mich in die Torjägerliste des Vereins einzutragen, beim Stande von 1:2, in der 85. Minute, völlig freistehend vor dem scheinbar drei Meter breiten Torwart. Natürlich versagt.

Doppelkopfrunden, die die Mannschaftskollegen gerne mit mir gespielt haben. Das Bier war dabei stets billig für sie.

Im Trainingslager noch vor dem Frühstück im Halbschlaf über den Platz traben müssen. 17 Stunden später auf irgendeiner Privatparty in dem fränkischen Dorf am Bierfass stehend über so einen Quatsch lachen können. Am nächsten Tag Liebeserklärungen von einheimischen Teenagern unterm Scheibenwischer finden.

Schluss jetzt, ich werd noch rührselig wie eine alte Hausfrau.

Ab Dezember darf die Kreisliga B im Rhein-Neckar-Kreis zittern, wenn ich eine ähnlich gute Truppe gefunden habe. Ein wenig erfolgreicher darf sie auch sein. Aber nicht viel. Ich will schließlich einen Stammplatz ergattern.

P.S.: Sollte ich froh sein, einen Verein zu verlassen, auf dessen Gästebuch-Seite Google gerne die Werbung "Bildhübsche russische Frauen suchen Männer über 30" einblendet?

Donnerstag, 22. September 2005

Eine verhinderte Karriere und ihre Ursache

Neulich in der Änderungsschneiderei habe ich, am Vorabend meiner aktiven Laufbahn, erfahren dürfen, warum eine große Karriere versagt geblieben ist. Und das kam so:

Wenn man auf die Dreißig zugeht, kann man sich schonmal ein feines Stöffchen gönnen, dachte ich mir, und erwarb einen Anzug. Das Längere Das Unterfangen stellte sich als nicht so leicht wie geplant heraus, denn aufgrund meines leicht unproportionalen Körperbaus musste ich Sakko und Hose in unterschiedlichen Größen wählen und die Hose zusätzlich kürzen lassen. Ich stand also auf dem Podest der jungen polnischen Nähfrau um die Ecke, während sie fleißig Maß nahm mit Nadeln absteckte. Alles Routine soweit, bis sie am zweiten Bein zu werkeln begann. Ein Ausruf des Erstaunens drang von unten an mein Ohr, die Nähfrau sprang auf und holte ein Maßband. So etwas, sagte sie, habe sie noch nicht gesehen. Mein linkes Bein sei zwei Zentimeter kürzer als das rechte. Etwas Ähnliches hatte mit bereits mein Arzt mitgeteilt, doch ohne die genaue Dimension anzugeben. Von den Einlagen zu urteilen, die er mir verschrieben hatte, konnte es sich nur um Milimeter handeln.

Das Kürzere
Urplötzlich dämmerte es mir. Das Puzzlestück, das all die Jahre fehlte, fügte sich nahtlos ein. Könnte David Beckham seine Flanken so unnachahmlich hereinschnibbeln, wenn er ständig mit dem linken Fuß in einer zwei Zentimeter tiefen Grube stehen würde? Ich glaube kaum. Hätte Andy Brehme den Elfmeter im WM-Finale 1990 mit seinem Standbein auf einem Hügel verwandelt? Eher nicht.

Das Wissen um das körperliche Defizit ist nur ein schwacher Trost, aber Anlass zu wilden Spekulationen: Wo könnte ich heute stehen, wenn ich nicht so asymetrisch wäre? Ganz oben in der Kreisliga A? Mit Sicherheit. Leider ist es zu spät, das Heilfleisch ist nicht mehr das eines 18-jährigen. Sonst wäre es ein Überlegung wert, der Karriere durch die Möglichkeiten der modernen Medizin auf die Sprünge zu helfen.

Freitag, 9. September 2005

Tales from the Kreisliga Teil 6: Viele Spieler, wenig Punkte

Kenner reiben sich die Augen, wenn sie donnerstags dem Training auf dem staubigen Geläuf am Siegener Giersberg beiwohnen: 35 Spieler tummeln sich da, wo in der letzten Saison bei sonnigem Wetter an einem guten Tag 16 Wackere dem Ball hinterher jagten. Expansion nennt man so etwas. Die gute Stimmung scheint sich rumgesprochen zu haben, die Neuzugänge sind zahlreich. Logische Folge ist ein angeheizter Konkurrenzkampf.

Während sich in der 1. Mannschaft ein 15-Mann-Kader herauskristallisiert hat, ist vor allem in der Reserve die Stimmung unter denen, die hinten an stehen, gedrückt. Kein Wunder: Wer wird schon gerne in der Kreisliga C auf die (imaginäre) Tribüne aussortiert. Fakt ist: Von 20 Leuten können höchstens 14 zum Einsatz kommen.

Doch auch bei der Ersten gibt es keine Persilscheine mehr: Um jeden Stammplatz wird gekämpft - insbesondere im Mittelfeld, wo ein Überangebot herrscht. Die eher phlegmatische Einstellung der letzten Spielzeit ("Was soll ich laufen - ich bin doch eh gesetzt") ist wie weggeblasen. Stattdessen gibt es eisenharte Zweikämpfe, kompromissloses Einsteigen und Sprintduelle bereits beim Fünf gegen Zwei zum Warmmachen.

Genutzt hat das alles leider bisher nichts. Klägliche zwei Punkte aus drei Spielen stehen auf dem Konto. Eine Ausbeute, die der Leistung nicht gerecht wird. In zwei Spielen war der Gegner klar unterlegen, Chancen boten sich zu Hauf, doch immer wieder wurden die alten Schwächen deutlich: Bis zum Sechzehnmeterraum läuft der Ball durch die Reihen, doch dann prallte er wie von einer unsichtbaren Wand ab. Auf der anderen Seite wird der Gegner durch individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten in das Spiel zurück gebracht.

Übermorgen bietet sich die nächste Chance, drei Punkte klar zu machen. Zum ersten Mal werde ich in dieser Saison von Beginn an eingreifen und habe mir natürlich einiges vorgenommen. Das heißt am Samstag kein Bier ab 17.30 Uhr, Alkohol wird nur noch äußerlich in Form von Franzbranntwein angewendet und zum Frühstück ein Mettbrötchen (Ihr wisst schon: rohes Fleisch!) eingeworfen.

Für alle, die gerne Fotos von dem großartigen Trainingslager in Schillingsfürst haben möchten: Die gibts jetzt bei Flickr.

Montag, 22. August 2005

Tales from the Kreisliga Teil 5: Das Auftakt-Debakel

Schlimmer gehts nimmer. Im ersten Saisonspiel setzte es gegen den Aufstiegsfavoriten VfB Weidenau eine 1:5-Schlappe. Dabei war man nach einer guten Vorbereitung und einer knappen 1:2-Niederlage gegen dieselbe Mannschaft im Pokal guter Dinge, mindestens einen Punkt mitnehmen zu können.

Ein weiteres Mal wurde deutlich, dass der Mannschaft die Durchschlagskraft fehlt. Nachdem sich "Six-Pack" Tilmann im Abschlusstraining verletzt hatte, stand nur ein nomineller Stürmer im Aufgebot. Doch das war sicher nicht der ausschlaggebende Punkt, denn der Ball kam gar nicht bis an den Sechzehner des Gegners - spätestens an der Mittellinie führte das Fehlpassfestival zu Weidenauer Ballbesitz. Stellt sich die Frage, ob es dankbar oder undankbar war, von der Seitenlinie zuschauen zu müssen. An diesem Tag hätte nur ein Überspieler das Ruder herumreißen können.

Auch aus einer demütigenden Niederlage muss man das Positive mitnehmen: Tiefer als auf den mit Abstand letzten Tabellenplatz kann man nicht mehr sinken. Und für einen ehemaligen Landesligisten ist es demütigender, in der B-Klasse rumzukicken, als für einen Immer-Schon-Kreisligisten gegen ein solches Team zu verlieren.

Freitag, 12. August 2005

Die Helden sind zurück

Am Montagabend startet auch der SSV Hacheney in die neue Saison und Kabel1 feierts richtig ab. Vor den Helden der Kreisklasse wird nochmal der einzig wahre deutsche Sportfilm "Fußball ist unser Leben" gezeigt, anschließend darf man auf Mannis Neuzugänge gespannt sein.

Bolzplatz

"Fußball ist Ding, Dang, Dong. Es gibt nicht nur Ding!" (G. Trapattoni)

Suche

 

Unser Fußball

Bolzplatz abonnieren



Enter your Email


Powered by FeedBlitz

Aktuelle Beiträge

Gladbach und Mainz präsentieren...
(Update 23.5.2008 für die Google-Besucher: Die...
Dülp - 23. Mai, 20:46
Neues Dortmund- und Köln-Trikot...
(Update 23.5.2008 für die Google-Besucher: Die...
Dülp - 23. Mai, 20:46
Neue Trikots 2007/2008:...
(Update 23.5.2008 für die Google-Besucher: Die...
Dülp - 23. Mai, 20:45
Neues Bielefeld-Trikot
(Update 23.5.2008 für die Google-Besucher: Die...
Dülp - 23. Mai, 20:45
Neue Trikots 07/08: FSV...
(Update 23.5.2008 für die Google-Besucher: Die...
Dülp - 23. Mai, 20:44

Counter & RSS

Blogcounter

kostenloser Counter

Clustr Map

Locations of visitors to this page xml version of this page

Web Counter-Modul

Status

Online seit 1185 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 23. Mai, 20:46

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Impressum

Verantwortlich gemäß § 10 Absatz 3 MDStV::
Christian Dülpers
Ernst-Barlach-Allee 56e
68163 Mannheim
E-Mail: duelp bei web.de Sollte jemand glauben, ein auf dieser Seite verwendeter Text oder ein verwendetes Bild verstoße gegen Copyright-Vorschriften, werde ich es nach entsprechender Mitteilung umgehend entfernen.

2. Bundesliga
Allgemein
Amateure
Auswärtsspiel
Bundesliga
Cartoons
Champions League
Frauenfussball
Früher war alles besser
Gladbach
International
Kicker-Managerspiel
Kommerz vs. Sport
Kreisliga
Kurioses
Medien
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren