Ihr erstes Mal oder Warum meine Freundin nicht mehr mit ins Stadion gehen darf
Ich bin wirklich nicht abergläubisch, aber meine Freundin darf nie mehr mit mir Fußball gucken.
Aber Moment, ich greife der Geschichte vor. Also Rücklauf und Start von vorne.
Gestern durfte meine bessere Hälfte ihr allererstes Fußballspiel in einem Stadion sehen. Dabei ging es ihr wohlgemerkt nicht um das Spiel an sich. Vielmehr war es die einzige Begegnung, die die Männer in ihrem Leben eint. Köln gegen Gladbach. Ihr Vater FC-Anhänger, ich Borussia-Fan.
Unsere Sitzplätze waren ein Eingeständnis an die Tatsache, dass die Karte ein Geburtstagsgeschenk für Wolfgang, meinen Schwiegerpapa in spe, waren. Ich fand mich direkt seitlich der Südtribüne, umringt von rotbefracktem Volk, wieder. Eigentlich nicht schlecht dachte ich, später aufzuspringen zu können und durch ein kleines Tänzchen bei jedem VfL-Tor meinen Nachbarn den imaginären Mittelfinger entgegen zu strecken. Dass es anders gekommen ist, brauche ich nicht weiter zu erläutern.
Warum es anders gekommen ist, kann ich genau erklären. Es war die Aura meiner Freundin. Dazu muss man wissen, dass sie bereits durch ihre reine Anwesenheit vor dem Fernseher während Premiere läuft offensichtlich Einfluss auf die Spielweise meiner Borussia nehmen kann. Beispiel Wolfsburg-Spiel: Nichts passiert, Gladbach ist drückend überlegen. Sie betritt das Zimmer, um ihre Mails abzurufen - Wolfsburg macht das 0:1. In der 85. Minute verlässt sie die Wohnung, um einzukaufen - prompt fällt das 1:1.
Gestern nun saß sie interessiert auf dem Mittelplatz zwischen der FC- und der VfL-Fraktion der Familie, wunderte sich, wie laut die Pfiffe gellen, bestaunte das riesige Transparent in der Kölner Fankurve und verfolgte das Spiel mit einem Auge. Nach ziemlich genau 11 Minuten und 59 Sekunden fragte sie mich: "Sag mal, wo ist denn eigentlich der Podolski?" Wie der interessierte Leser weiß, musste ich nicht antworten. Das übernahm der Jungnationalspieler selbst.
Aufgrund der Ausgangssituation war es eigentlich unmöglich, dass Köln gewinnt. Gladbach musste nach 21 Auswärtspielen ohne Sieg aufgrund der Wahrscheinlichkeit mit fast 100-prozentiger Sicherheit drei Punkte holen. Hinzu kommt die jüngere Geschichte, in Müngersdorf fast immer ein Erfolg gefeiert werden konnte. Es gibt also nur einen plausiblen Grund.
Und deswegen, auch wenn ich nicht abergläubisch bin, darf meine Freundin nie mehr mit mir Fußball gucken,
Aber Moment, ich greife der Geschichte vor. Also Rücklauf und Start von vorne.
Gestern durfte meine bessere Hälfte ihr allererstes Fußballspiel in einem Stadion sehen. Dabei ging es ihr wohlgemerkt nicht um das Spiel an sich. Vielmehr war es die einzige Begegnung, die die Männer in ihrem Leben eint. Köln gegen Gladbach. Ihr Vater FC-Anhänger, ich Borussia-Fan.
Unsere Sitzplätze waren ein Eingeständnis an die Tatsache, dass die Karte ein Geburtstagsgeschenk für Wolfgang, meinen Schwiegerpapa in spe, waren. Ich fand mich direkt seitlich der Südtribüne, umringt von rotbefracktem Volk, wieder. Eigentlich nicht schlecht dachte ich, später aufzuspringen zu können und durch ein kleines Tänzchen bei jedem VfL-Tor meinen Nachbarn den imaginären Mittelfinger entgegen zu strecken. Dass es anders gekommen ist, brauche ich nicht weiter zu erläutern.
Warum es anders gekommen ist, kann ich genau erklären. Es war die Aura meiner Freundin. Dazu muss man wissen, dass sie bereits durch ihre reine Anwesenheit vor dem Fernseher während Premiere läuft offensichtlich Einfluss auf die Spielweise meiner Borussia nehmen kann. Beispiel Wolfsburg-Spiel: Nichts passiert, Gladbach ist drückend überlegen. Sie betritt das Zimmer, um ihre Mails abzurufen - Wolfsburg macht das 0:1. In der 85. Minute verlässt sie die Wohnung, um einzukaufen - prompt fällt das 1:1.
Gestern nun saß sie interessiert auf dem Mittelplatz zwischen der FC- und der VfL-Fraktion der Familie, wunderte sich, wie laut die Pfiffe gellen, bestaunte das riesige Transparent in der Kölner Fankurve und verfolgte das Spiel mit einem Auge. Nach ziemlich genau 11 Minuten und 59 Sekunden fragte sie mich: "Sag mal, wo ist denn eigentlich der Podolski?" Wie der interessierte Leser weiß, musste ich nicht antworten. Das übernahm der Jungnationalspieler selbst.
Aufgrund der Ausgangssituation war es eigentlich unmöglich, dass Köln gewinnt. Gladbach musste nach 21 Auswärtspielen ohne Sieg aufgrund der Wahrscheinlichkeit mit fast 100-prozentiger Sicherheit drei Punkte holen. Hinzu kommt die jüngere Geschichte, in Müngersdorf fast immer ein Erfolg gefeiert werden konnte. Es gibt also nur einen plausiblen Grund.
Und deswegen, auch wenn ich nicht abergläubisch bin, darf meine Freundin nie mehr mit mir Fußball gucken,
Dülp - 18. Sep, 23:31
4 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Suedtribuene - 19. Sep, 12:22
Einen ganz, ganz lieben Gruß an die Freundin!
Wenn Du sie beim nächsten Derby nicht mitnehmen willst. Auf der Südtribüne finden wir schon ein Plätzchen für sie. Bei der Erfolgsquote!
schroeder - 19. Sep, 16:26
Ted Turner sagte, "Baseball ist besser als Sex". Damals war er nicht nur Besitzer des globalen Nachrichtensenders CNN, sondern auch Ehemann von Jane Fonda... wird schon seinen Grund gehabt haben .-)
r0ssi - 19. Sep, 16:30
Na dann mal besten Dank an deine Perle. Nächstes Mal kettest Du sie bitte irgendwo weit weg vom Stadion fest.

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