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Freitag, 28. September 2007

Live-Blogging: Gladbach - Aachen

19.48: Schlusspfiff. Gladbach gewinnt 2:1. Zum Schluss wurde es unnötig spannend. Nachdem Aachen den Anschlusstreffer erzielt hatte, gelang es Gladbach mal wieder nicht, den Schlater umzulegen und nochmal auf Sieg zu spielen. Im Gegenteil. Luhukay Auswechslungen gaben die Anweisung: Verpissen, dicht halten, nach vorne nix mehr machen. Wenn mann so ein überlegenes Spielerisches Potential hat wie Gladbach heute, kann man die Karten auch anders ausspielen. In der 80. Minute war das Torschuss-Verhältnis nur noch 18:8.

Ich gebe zu: Das ist Jammern auf ganz hohem Niveau nach fünf Siegen in Folge. Aber so ein Spiel bringt man nicht jedes Mal nach Hause.

Am Ende stand die Abwehr zwar relativ sicher, auch dank des gut postierten defensiven Mittelfelds, aber der bisherige Saisonverlauf und das heutige Gegentor lehrt, dass man sich nicht darauf verlassen darf, dass der Gegner aus den wenigen Chancen nichts macht.

Nach der ersten Hälfte lag ein deutlicher Sieg in der Luft und mit ein bisschen mehr Druck nach dem Wiederanpfiff hätte man Aachen den Wind komplett aus den Segeln nehmen können.

Diese Schwäche, die Anfälligkeit in der zweiten Halbzeit muss Gladbach definitiv noch überwinden und die überragenden ersten 45 Minuten konservieren - dann ist der Aufstieg wahrscheinlich.

Buchwald schimpft nach dem Spiel auf den Schiedsrichter, dass ein Elfer nicht gegeben worden wäre. Ich weiß nicht mal ansatzweise, welche Situation er meint. Das ist ganz billig. Er sollte lieber darauf aufbauen, dass sich seine Mannschaft in der zweiten Häfte ordentlich präsentiert hat.

Damit gebe ich zurück in die angeschlossenen Funkhäuser.

19.42: Die Riesenchance zum Ausgleich. Kontriris nimmt aus zehn Metern einen Ball in halber Höhe, zielt aber zum Glück genau in die Mitte auf Heimeroth. Zuvor hatte Gladbach eine an sich gefährlicher Standard-Situation, doch zum Freistoß von Außen finden sich nur zwei Leute im gegnerischen Strafraum. Das sieht ganz ängstlich aus.

19.35: Befreiungsangriff von Gladbach. Nach herrlichem Doppelpass auf der rechten Außenbahn geht Ndjeng völlig frei aus spitzem Winkel auf Straub zu, verzieht aber am langen Pfosten vorbei.

Aachen drückt, kommt aber kaum zu Torchancen, weil die Gladbacher Abwehr ab dem defensiven Mittelfeld gut steht. Aber wie beim 1:0 kann es immer zu einem Überraschungstor kommen.

19.28: Mit den Auswechslungen hat Luhukay seiner Mannschaft den Zahn gezogen. Es ist keine Bindung vom Mittelfeld zum Sturm mehr vorhanden. Ndjeng geht in der zweiten Halbzeit bisher unter.

Aachen attackiert jetzt ganz früh und hat eine ganz neue Körpersprache. Nun muss die Borussia versuchen, Ruhe ins Spiel zu bringen und den Ball laufen zu lassen.

19.23: Rösler, dessen schwache Leistung kaum aufgefallen ist, verlässt den Platz. Für ihn kommt Daems. Mal schauen, was sich Luhukay da ausgedacht hat. Mit van den Bergh und Voigt stehen bereits zwei Leute für die linke Seite auf dem Platz. Eine Doppelsechs Daems /Polanski ist wahrscheinlich.

19.20: Tor für Aachen. Wie so oft bei Gladbach. Der Gegner hat bis dato keine Chance, schlägt in einer harmlosen Situation eine Flanke aus dem Halbfeld, diesmal durch Reghekampf, und in der Mitte schläft die Abwehr. Kolev trifft per Kopf vom Elfmeterpunkt in die lange Ecke.

Jetzt wird Aachen die zweite Luft bekommen.

19.16: Wieder einmal eine brandgefährliche Freistoß-Flanke von Ndjeng. Die Aachener Abwehr glaubt in bereits hinter dem langen Eck im Aus, doch dort taucht Paauwe auf, köpft in wieder rein und in einer Amok-Aktion muss sich Straub in einen Rösler-Kopfball werfen.

Bei der folgenden Ecke geht schon wieder ein Raunen durchs Stadion, weil die Abwehr sich nicht auf die Flanken einzustellen weiß.

19.13: Ein Steilpass in die Lücke der 4er-Kette hebelt die Aachener Abwehr aus, Marin geht steil und dribbelt in den Strafraum, wo in Reghekampf mit einer zweifelhaften Grätsche an der Torauslinie stoppt. Da der Alemanne den Ball leicht touchiert hat, lässt Rafati laufen.

Luhukay nimmt Marin daraufhin raus - wahrscheinlich als Schutzmaßnahme.

19.11: Unfassbare Aktion von Marin. Er nimmt einen Einwurf im Aachener 16er mit der Brust an, dreht sich und hebt den Ball, der noch nicht den Boden berührt hatte, mit der Hacke über den Gegenspieler, um ihn anschließend volley aufs Tor zu dreschen. Außennetz!

19.08: Friend foult Pecka. Der Aachener stochert nach dem Pfiff am Boden liegend gegen den Oberschenkel des Kanadiers, der daraufhin beinahe einen Salto schlägt. Der Premiere-Kommentator fordert Rot. Wenn so ein Kinderkram Platzverweis ist, gute Nacht Fußball. Für mich eher Gelb für Friend wegen Theatralik.

19:01: Polanski im Spiel für den Gelb-Rot gefährdeten Svärd. Und immer noch vertraue ich der Auftakt der zweiten Hälfte nicht.

Von Neuville war bisher noch gar nichts zu sehen. Könnte ein Hinweis auf einen Doppelpack sein.

Halbzeit: Der Premiere Kommentator spricht gerade von einer engen Partie, Aachen sei spielerisch kaum unterlegen. Für so ein Urteil muss eine verdammt gelb-schwarze Brille aufhaben. Nachdem die Borussia Aachen von der 5. bis zur 20. Minute an die Wand genagelt hatte (nochmal zur Erinnerung: 10:1 Torschüsse), schaltete sie angesichts des 2:0 ein bis zwei Gänge zurück. Selbst den dadurch sich bietenden Raum konnte die Alemannia nicht annähernd zu gefährlichen Chancen nutzen.

Für mich eine ganz souveräne Führung mit einem Gastgeber, der das Spiel jederzeit kontrolliert und noch einiges nachlegen kann, sollte es notwendig sein.

Sehr stark heute die linke Seite mit Marin und Voigt, über die fast alle gefährlichen Angriffe laufen. Das mag Rechtsverteidiger Levels Unrecht tun, der ebenfalls eine starke Partie spielt. Aber sein Vordermann Ndjeng spielt nur zur Hälfte auf der Außenbahn, den Rest der Zeit mischt er als zweiter Spielmacher in der Zentrale oder sogar auf links mit.

18.43: Jetzt macht sich die Alemannia das Leben auch noch selbst schwer. Nemeth steht nicht nur blöd am Fünfer im Abseits, er steht auch noch einem gefährlichen Schuss von Lehmann im Weg. Der hätte drin sein können.

18.40: Bei jeder zweiten Gladbacher Standardsituation wird es brandgefährlich. Diesmal hat Gohouri die Chance nach einem Ndjeng Freistoß.

Weigelt hat mit seinem Gegenspieler Marin gar keinen Spaß. Der kleine Gladbacher ist nur mit dem Stemmeisen vom Ball zu trennen.

18.36: Nein, Herr Rafati, so macht das keinen Spaß. Kleine Regelauffrischung: Nur weil zwei Leute hochsteigen und einer umfällt, ist das noch lange kein Foul. Und das sage ich, weil gerade Heimeroth angeblich unterlaufen worde sein soll. Dabei ist der Gladbacher Keeper Nemeth mit Anlauf auf den Buckel gesprungen.

18.27: Das Spiel verflacht ein wenig - kein Wunder, muss Gladbach doch keinen Druck mehr ausüben. Allerdings setzt es immer wieder Nadelstiche Richtung Aachener Strafraum.

Aachen bemüht sich, spielt aber zu ungenau. Spätestens der dritte Pass bleibt im Gladbacher Verbund hängen.

Schiedsrichter Rafati trägt nicht gerade zum Spielfluß bei und pfeift sehr unkörperlich.

18.19: Ndjeng vernascht mit Anlauf über rechts den bemitleidenswerten Leiwakabessy. Seine Flanke trifft Rösler nicht voll - da lag das dritte Tor in der Luft.

Zwischenbilanz: 10:1 Torschüsse für Gladbach nach 20 Minuten.

18.17: Habe ich erwähnt, dass mir heute um 12 Uhr eine Karte für das Spiel angeboten wurde? Leider konnte ich nicht um 14 Uhr Feierabend machen, um rechtzeitig in Gladbach zu sein. Mann, tut das weh!

18.13: Im Gegenzug eine umstrittene Situation nach einem Rempler im Gladbacher Strafraum von Voigt gegen Pecka. Gesunde Härte, würde ich sagen. Der Kommentator ist mit mir d'accord.

18.12: TOOOOOOOOOR für Gladbach! Was geht denn hier ab? Marin passt 20 Meter vor dem Tor dem startenden Friend herrlich in den Lauf und der Kanadier hebt den Ball gefühlvoll mit dem Außenrist ins Tor.

18.10: Toooooooor für Gladbach! Heftigst angeschnibbelter Freistoß von Ndjeng. In seine Flanke spritzt Paauwe, der über den Ball holzt. Das Ding dreht sich wunderbar in den langen Pfosten. Erstes Saisontor für Ndjeng.

18.07: Im Gegenzug gute Chance für Pecka, aber der kleine Aachener trifft nur das Außennetz. Es entwickelt sich ein rassiges Tempospiel.

18.06: Riesenspielzug von Gladbach, Marin und Voigt gehen über die linke Seite wie das heiße Messer durch die Butter. Die Flanke nimmt Friend an und nagelt den Ball aus sieben Metern ans Winkelkreuz.

18.05: Flottes Spielchen in den ersten fünf Minuten, auf beiden Seiten einige gefährliche Ansätze. Allerdings fehlt noch die Konzentration, zu einen verwertbaren finalen Pass oder eine gute Flanke zu spielen.

17:55: Wow, nur zwei Änderungen in der Gladbacher Aufstellung. Für den verletzten Brouwers rückt Paauwe von der 6 in die Innenverteidung. Dafür rückt Svärd ins defensive Mittelfeld. Für van den Bergh läuft Marin auf. *freu*

17.50: Das dritte Live-Blogging innerhalb von acht Tagen - an meinen Fingerkuppen bildet sich bereits Hornhaut.

Fast rechtzeitig im Feierabend, habe ich das Interview mit Luhukay und Buchwald knapp verpasst. Aber mal ehrlich: Was Substantielles habe ich sicher nicht verpasst. Rainer Hörgl hat gerade ausgeplaudert, dass der neue Trainer von Augsburg feststeht. Verraten wollte er aber noch nix. Ob er als letzte Amtshandlung heute seinen Kollegen Holger Fach aus dem Amt bombt?

Als Halbzeit-Experte im Nordpark: Kalla Pflipsen, mit Gladbach Pokalsieger, mit Aachen im Finale gewesen. Schön, mal wieder was von dem Gladbacher Jungen zu hören. Er macht gerade den Trainerschein und hospitiert bei Luhukay seit einem Monat. Ich würde sagen: Den können wir als Maskottchen verpflichten.

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