Erfolg wahrscheinlich machen
Boah, hat mich das aufgeregt letzte Woche. Dieses Eingeständnis der Unfähigkeit. Wieso ist es so schwer von den Guten zu lernen? Man muss nur hinschauen und die Faktoren erkennen, die Erfolg wahrscheinlich machen. Wenn man daraus lernt, die Erkenntnisse umsetzt und es dann nicht klappt – dann kann man sich keine Vorwürfe machen. Aber in der Regel klappt es dann. Hingegen ist es offensichtlich, dass es meistens geradewegs in den Abgrund geht, wenn man das Gegenteil von dem macht, was moderne Teams auszeichnet.
Ich hab für mich noch mal resümiert, was State-of-the-Art ist, im modernen Fußball bzw. Sport. Sicher nicht vollständig, aber vielleicht ein ganz guter Notizzettel, für Vereinsbosse, die die gesamte Schuld auf bereits entlassene Angestellte schieben.
1. Sport ist eine Wissenschaft. Fußball ist in Grenzbereichen angekommen, wo man die Physis nur noch optimieren kann, wenn man wirklich weiß, was man tut. Dafür gibt es Experten. Lerne von Sportarten, die einen höheren Professionalisierungsgrad erreicht haben. Bau dir ein differenziertes Team aus Spezialisten für alle Aufgabenbereiche zusammen. Kondition, Sprint, Technik, Taktik, Regeneration. Hole Leute aus anderen Disziplinen und damit neue Ideen.
2. Auch wenn der Durchschnittskicker bei „Psychologe“ an den Bekloppten-Doktor denkt – das ist nur ein winziges Feld dieser Wissenschaft. Fußball findet zu 50 % im Kopf statt. Selbstvertrauen, Konzentrationsfähigkeit, geistige Flexibilität und Schnelligkeit können weit mehr optimiert werden als die meisten anderen Faktoren. Dafür gibt es Experten. Hol dir einen.
3. Individualisiere die Trainingspläne. Mache Leistungsfortschritte kontrollierbar und mache auf dieser Basis persönliche Zielvorgaben.
4. Trainer sind vor allem Pädagogen. Dazu ist man nicht qualifiziert, wenn man drei Saisons Bundesliga gespielt hat und einen Alibi-Lehrgang an der Kölner Sporthochschule gemacht hat. Bilde dich fort in außersportlichen Bereichen. Beschäftige dich mit Rhetorik und vor allem Kommunikation. Erfolgreiche Führungspersönlichkeiten sind fast immer sehr gute Kommunikatoren.
5. Glückstreffer kann jeder landen, aber sie sind nicht wahrscheinlich. Mache die Rendite der Investition wahrscheinlich, indem du weißt welchen Spielertyp du brauchst und weißt, welche Personen dieses Profil erfüllen. Nutze die modernen Möglichkeiten und sammle so viele Daten wie möglich. Analysiere dein Spiel intensiv und in vielen Dimensionen und stelle das Ergebnis in harten Zahlen dar. Analysiere und Protokolliere den Spielermarkt, so dass du auf Knopfdruck eine Auswahl geeigneter Kandidaten abrufen kannst.
6. Denke über die Kosten nach aber auch über die Rendite. Das Geld, das in einen hochqualifizierten Betreuerstab fließt, wird sich vervielfachen. Wenn die Mannschaft besser spielt, steigen die Einnahmen und der Marktwert jedes einzelnen Spielers. Ohne diese Strukturen wirst du das gleiche Geld Trainern überweisen müssen, die du schon längst gefeuert hast.
Ich hab für mich noch mal resümiert, was State-of-the-Art ist, im modernen Fußball bzw. Sport. Sicher nicht vollständig, aber vielleicht ein ganz guter Notizzettel, für Vereinsbosse, die die gesamte Schuld auf bereits entlassene Angestellte schieben.
1. Sport ist eine Wissenschaft. Fußball ist in Grenzbereichen angekommen, wo man die Physis nur noch optimieren kann, wenn man wirklich weiß, was man tut. Dafür gibt es Experten. Lerne von Sportarten, die einen höheren Professionalisierungsgrad erreicht haben. Bau dir ein differenziertes Team aus Spezialisten für alle Aufgabenbereiche zusammen. Kondition, Sprint, Technik, Taktik, Regeneration. Hole Leute aus anderen Disziplinen und damit neue Ideen.
2. Auch wenn der Durchschnittskicker bei „Psychologe“ an den Bekloppten-Doktor denkt – das ist nur ein winziges Feld dieser Wissenschaft. Fußball findet zu 50 % im Kopf statt. Selbstvertrauen, Konzentrationsfähigkeit, geistige Flexibilität und Schnelligkeit können weit mehr optimiert werden als die meisten anderen Faktoren. Dafür gibt es Experten. Hol dir einen.
3. Individualisiere die Trainingspläne. Mache Leistungsfortschritte kontrollierbar und mache auf dieser Basis persönliche Zielvorgaben.
4. Trainer sind vor allem Pädagogen. Dazu ist man nicht qualifiziert, wenn man drei Saisons Bundesliga gespielt hat und einen Alibi-Lehrgang an der Kölner Sporthochschule gemacht hat. Bilde dich fort in außersportlichen Bereichen. Beschäftige dich mit Rhetorik und vor allem Kommunikation. Erfolgreiche Führungspersönlichkeiten sind fast immer sehr gute Kommunikatoren.
5. Glückstreffer kann jeder landen, aber sie sind nicht wahrscheinlich. Mache die Rendite der Investition wahrscheinlich, indem du weißt welchen Spielertyp du brauchst und weißt, welche Personen dieses Profil erfüllen. Nutze die modernen Möglichkeiten und sammle so viele Daten wie möglich. Analysiere dein Spiel intensiv und in vielen Dimensionen und stelle das Ergebnis in harten Zahlen dar. Analysiere und Protokolliere den Spielermarkt, so dass du auf Knopfdruck eine Auswahl geeigneter Kandidaten abrufen kannst.
6. Denke über die Kosten nach aber auch über die Rendite. Das Geld, das in einen hochqualifizierten Betreuerstab fließt, wird sich vervielfachen. Wenn die Mannschaft besser spielt, steigen die Einnahmen und der Marktwert jedes einzelnen Spielers. Ohne diese Strukturen wirst du das gleiche Geld Trainern überweisen müssen, die du schon längst gefeuert hast.
Dülp - 11. Jun, 22:05
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