Oh nein! Es ist ein Kölner!
Die Zweitligasaison geht los, wie die alte aufgehört hat. Als erste "Verstärkung" präsentiert Mönchengladbach Alexander Voigt. Einen Mann, der sein halbes Leben beim 1. FC Köln verbracht hat und die Antwort auf die Frage ist, wer langsamer sei, als Thomas Broich.
Damals habe ich amüsiert verfolgt, wie Köln immer mit denselben Leuten, mit den Scherzs, den Cullmanns, den Kurths und eben den Voigts, zwischen erster und zweiter Liga hin- und herpendelte.
Nun kann man behaupten, kaum einer hätte mehr Erfahrung darin, in die Bundesliga aufzusteigen als dieser Mann. Vielleicht ist es auch so und vielleicht braucht man Männer wie ihn in Untiefen des Holzerklasse. Aber gibt es nicht genug potentielle Neuzugänge, die nicht den FC als Leib- und Magenclub bezeichnen? Und die selbst bei den Fans dieses ausgesprochenen Lieblingsvereins einen eher zweifelhaften Ruf genießen?
Ich glaube, ich muss sehr schmerzfrei werden in den nächsten Wochen.
Damals habe ich amüsiert verfolgt, wie Köln immer mit denselben Leuten, mit den Scherzs, den Cullmanns, den Kurths und eben den Voigts, zwischen erster und zweiter Liga hin- und herpendelte.
Nun kann man behaupten, kaum einer hätte mehr Erfahrung darin, in die Bundesliga aufzusteigen als dieser Mann. Vielleicht ist es auch so und vielleicht braucht man Männer wie ihn in Untiefen des Holzerklasse. Aber gibt es nicht genug potentielle Neuzugänge, die nicht den FC als Leib- und Magenclub bezeichnen? Und die selbst bei den Fans dieses ausgesprochenen Lieblingsvereins einen eher zweifelhaften Ruf genießen?
Ich glaube, ich muss sehr schmerzfrei werden in den nächsten Wochen.
Dülp - 22. Mai, 23:30
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Dülp - 23. Mai, 00:39
Kommentar aus dem Kölner Stadtanzeiger
Habe gerade in den hintersten Winkeln von Foren gesucht und das hier gefunden. Ein Kommentar aus dem Kölner Stadtanzeiger vom 16.2.2004. Ohne Kommentar meinerseits:
BUNDESLIGA- KOMMENTAR
Die freie Auswahl
Früher auf der Wiese war es so: Wer beim Wählen der Mannschaften den letzten Zugriff hatte, der hatte häufig ein Problem. Denn die andere Mannschaft konnte in aller Ruhe ihre gefühlte Überzahl ausspielen. Denn wenn der zuletzt Gewählte - in der Regel ein eher unsportlicher Mensch, von der Mama zum Spielen nach draußen geschickt - an den Ball kam, dann galt bei den anderen die Parole: "Lass den ruhig, der kann nix." Da konnte man nichts tun, da war man gezwungen, das Spiel um den gerne ja auch schlecht gelaunten Störenfried herumzuorganisieren.
Schlechte Laune kann man einem Spieler wie Alexander Voigt nicht vorwerfen. Eigentlich kann man einem Spieler wie Alexander Voigt gar nichts vorwerfen: dass er zu langsam ist; dass er keinen Ball stoppen kann; dass er nicht dribbeln kann; dass er keinen Pass über zehn Meter spielen kann; dass er nicht flanken kann; dass er eigentlich nichts von dem kann, was ein Fußballprofi können müsste - nichts von all dem kann man einem Spieler wie Alexander Voigt vorwerfen. Früher auf der Wiese hätte man ihn einfach nicht angespielt.
Nun spielt aber ja der 1. FC Köln nicht auf einer Wiese, sondern in einem der schönsten Fußballstadien Deutschlands. Und ein Spieler wie Alexander Voigt spielt mit. Wenn man davon ausgeht, dass ein Spieler wie Voigt nicht über geheime Dokumente verfügt, mit denen er sich seinen Platz in der Mannschaft erpressen kann, dann gibt es zumindest zwei Menschen im Klub, die es einem Spieler wie Alexander Voigt nicht bei Androhung von Strafe verbieten, in Fußballschuhen zum Spiel zu erscheinen. Diese Menschen sind Manager Andreas Rettig und Trainer Marcel Koller.
Das Problem des 1. FC Köln ist nicht, dass es Spieler wie Alexander Voigt gibt. Das Problem des 1. FC Köln ist, dass Trainer Koller trotz der 12 Neueinkäufe des Managers Rettig nach dem Schalke-Desaster erklärt, "die Neuen" auf der Bank seien "noch nicht" weit genug, um dem Klub zu helfen.
Hier gibt es jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder hat Koller Recht, dann stellt sich die Frage, warum und wo um Gottes Willen man Spieler einkaufen kann, die nicht aus dem Stand, zur Not auch barfuß und mit Augenklappe besser sind als ein Spieler wie Alexander Voigt. In diesem Fall hätte der Manager versagt.
Oder Koller hat Unrecht. Und es gibt keinen Grund, die Zukunft des FC ausgerechnet in seiner gescheiterten Vergangenheit und bei Spielern wie Voigt, Schröder, Cichon, Cullmann, Scherz und letztlich ja auch Lottner zu suchen. Dann aber hätte der Trainer versagt.
Schön eigentlich, wenn man die freie Auswahl hat.
BUNDESLIGA- KOMMENTAR
Die freie Auswahl
Früher auf der Wiese war es so: Wer beim Wählen der Mannschaften den letzten Zugriff hatte, der hatte häufig ein Problem. Denn die andere Mannschaft konnte in aller Ruhe ihre gefühlte Überzahl ausspielen. Denn wenn der zuletzt Gewählte - in der Regel ein eher unsportlicher Mensch, von der Mama zum Spielen nach draußen geschickt - an den Ball kam, dann galt bei den anderen die Parole: "Lass den ruhig, der kann nix." Da konnte man nichts tun, da war man gezwungen, das Spiel um den gerne ja auch schlecht gelaunten Störenfried herumzuorganisieren.
Schlechte Laune kann man einem Spieler wie Alexander Voigt nicht vorwerfen. Eigentlich kann man einem Spieler wie Alexander Voigt gar nichts vorwerfen: dass er zu langsam ist; dass er keinen Ball stoppen kann; dass er nicht dribbeln kann; dass er keinen Pass über zehn Meter spielen kann; dass er nicht flanken kann; dass er eigentlich nichts von dem kann, was ein Fußballprofi können müsste - nichts von all dem kann man einem Spieler wie Alexander Voigt vorwerfen. Früher auf der Wiese hätte man ihn einfach nicht angespielt.
Nun spielt aber ja der 1. FC Köln nicht auf einer Wiese, sondern in einem der schönsten Fußballstadien Deutschlands. Und ein Spieler wie Alexander Voigt spielt mit. Wenn man davon ausgeht, dass ein Spieler wie Voigt nicht über geheime Dokumente verfügt, mit denen er sich seinen Platz in der Mannschaft erpressen kann, dann gibt es zumindest zwei Menschen im Klub, die es einem Spieler wie Alexander Voigt nicht bei Androhung von Strafe verbieten, in Fußballschuhen zum Spiel zu erscheinen. Diese Menschen sind Manager Andreas Rettig und Trainer Marcel Koller.
Das Problem des 1. FC Köln ist nicht, dass es Spieler wie Alexander Voigt gibt. Das Problem des 1. FC Köln ist, dass Trainer Koller trotz der 12 Neueinkäufe des Managers Rettig nach dem Schalke-Desaster erklärt, "die Neuen" auf der Bank seien "noch nicht" weit genug, um dem Klub zu helfen.
Hier gibt es jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder hat Koller Recht, dann stellt sich die Frage, warum und wo um Gottes Willen man Spieler einkaufen kann, die nicht aus dem Stand, zur Not auch barfuß und mit Augenklappe besser sind als ein Spieler wie Alexander Voigt. In diesem Fall hätte der Manager versagt.
Oder Koller hat Unrecht. Und es gibt keinen Grund, die Zukunft des FC ausgerechnet in seiner gescheiterten Vergangenheit und bei Spielern wie Voigt, Schröder, Cichon, Cullmann, Scherz und letztlich ja auch Lottner zu suchen. Dann aber hätte der Trainer versagt.
Schön eigentlich, wenn man die freie Auswahl hat.
Don Z (anonym) - 23. Mai, 02:05
Positiv denken
Ein Kommentar vom KStA könnte auch ebenso in der Express erschienen sein; so viel dazu. Daneben solltest du nach der abgelaufenen Spielzeit schmerzfrei genug sein um diesen Transfer zu verkraften, gar positiv zu bewerten.
Stefan (Weltsicht Südtribüne) (anonym) - 23. Mai, 14:44
Trotzdem
liegt der KStA mit diesem Kommentar nicht so weit neben der Wirklichkeit. Ich habe gestern jedenfalls laut gelacht, als ich von dem Transfer gelesen habe.
Fußballerisch kann Alex Voigt nämlich tatsächlich nichts. Als Kampfschwein allerdings ist Voigt nicht zu verachten.
Einen Aspekt hast Du aber vergessen: Voigt ersetzt auf der linken Seite Marcell Jansen. Willkommen in der 2. Liga!
Fußballerisch kann Alex Voigt nämlich tatsächlich nichts. Als Kampfschwein allerdings ist Voigt nicht zu verachten.
Einen Aspekt hast Du aber vergessen: Voigt ersetzt auf der linken Seite Marcell Jansen. Willkommen in der 2. Liga!
Dülp - 23. Mai, 15:32
Wenn ich mich richtig informiert hat, hat Voigt außer Linksverteidiger auch fast alle anderen Defensivpositionen bereits gespielt (incl. Libero unter Stevens). Ich gehe davon aus, dass er eher als Innenverteidiger gekauft wurde, wo mit Ze Antonio und Bo Svensson zwei Stammspieler der Verein wahrscheinlich verlassen werden. Denn gerade auf der Jansen-Position ist Gladbach mit Commper und Daems (sofern dieser nochmal fit wird) weiterhin doppelt besetzt.
Stefan (Weltsicht Südtribüne) (anonym) - 23. Mai, 16:17
Seine Lieblingsposition ist links in der Viererkette. Er würde allerdings auch Stürmer spielen, wenn man das von ihm verlangt. Ihn als Innenverteidiger zu verpflichten, finde ich gewagt (vielleicht auch originell). Gelernter Innenverteidiger ist er nicht und eigentlich ist er für den Job zu langsam und zu unbeholfen.
Ich sag's mal so: Bei einem schnellen Angriff des Gegners ist Alexander Voigt nicht der Spieler, den ich mir in der eigenen Innenverteidigung wünsche.
Ich sag's mal so: Bei einem schnellen Angriff des Gegners ist Alexander Voigt nicht der Spieler, den ich mir in der eigenen Innenverteidigung wünsche.

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