Eine Suspendierung und die beiden Geschichten dahinter
Zwei der bisher traurigsten Saisonkapitel sind zweifellos das nachhaltige Versagen Jupp Heynckes' in Gladbach und die wiederholten Entgleisungen der Boulevardmedien, quittiert von entsprechenden Reaktion der Fans und Spieler.
In den letzten Tagen steuerten diese beiden Handlungsstränge unaufhaltsam aufeinander zu und kulminierten in einer Charade, in dessen Mittelpunkt der arme Marvin Compper steht. Was ist passiert?
Das Fanprojekt Gladbach hatte es geschafft, über lange Zeit (seit Mitte der 90er) ein Treffen von Fans und Spielern aufrechtzuhalten, bei denen die Medienvertreter ausgeschlossen waren. Unter den anwesenden Supportern gab es das ungeschriebene Gesetz, dass von den Gesprächen nichts nach außen dringt. Selbst die Pressevertreter respektierten diese kleine Oase der Fußballkultur. Naja, fast alle Pressevertreter. Denn dem Express fiel irgendwann ein, dass es bestimmt eine verdammt gute Idee sei, Spitzel auf diese Veranstaltungen einzuschleusen.
In dieser Woche saßen die beiden Jungspunde Tobias Levels und Marvin Compper mit den Fans zusammen. Und in diesem diskreten Kreis ließen die beiden ein paar Sprüche raus, die sie gegenüber einem Reporter sicher niemals formuliert hätten. Der Mann von der Express hatte also reichlich Material, um die beiden in die Pfanne zu hauen.
Das Fanprojekt war nicht nur reichlich angepisst. Da es sich um eine wiederholte Aktion des Express handelte, hat das Blatt der Veranstaltung die Grundlage entzogen - nach dieser Saison ist mit dem Fantreffen Schluss. "Eine jahrelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit ist durch eine einzige und auch nicht mal wirklich spektakuläre Überschrift zerstört worden", resümieren die Veranstalter auf ihrer Website.
Die wirkliche Schande ist aber, dass sich Jupp Heynckes von so einer Postille in seinen Entscheidungen beeinflussen lässt. Denn der arme Compper, der wahrscheinlich gar nicht weiß, wie ihm geschieht, wurde vom Trainer medienwirksam suspendiert. Statt ihn mit einer internen Strafe und ein paar mahnenden Worten aus der Schusslinie zu nehmen, stellt er den Jungen nochmal öffentlich an den Pranger. Soviel einmal mehr zum Thema psychologisches Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl. Dass Compper mit seiner Aussage auch noch Recht hatte, tut zwar nichts zur Sache, macht die Geschichte aber erst richtig rund.
In den letzten Tagen steuerten diese beiden Handlungsstränge unaufhaltsam aufeinander zu und kulminierten in einer Charade, in dessen Mittelpunkt der arme Marvin Compper steht. Was ist passiert?
Das Fanprojekt Gladbach hatte es geschafft, über lange Zeit (seit Mitte der 90er) ein Treffen von Fans und Spielern aufrechtzuhalten, bei denen die Medienvertreter ausgeschlossen waren. Unter den anwesenden Supportern gab es das ungeschriebene Gesetz, dass von den Gesprächen nichts nach außen dringt. Selbst die Pressevertreter respektierten diese kleine Oase der Fußballkultur. Naja, fast alle Pressevertreter. Denn dem Express fiel irgendwann ein, dass es bestimmt eine verdammt gute Idee sei, Spitzel auf diese Veranstaltungen einzuschleusen.
In dieser Woche saßen die beiden Jungspunde Tobias Levels und Marvin Compper mit den Fans zusammen. Und in diesem diskreten Kreis ließen die beiden ein paar Sprüche raus, die sie gegenüber einem Reporter sicher niemals formuliert hätten. Der Mann von der Express hatte also reichlich Material, um die beiden in die Pfanne zu hauen.
Das Fanprojekt war nicht nur reichlich angepisst. Da es sich um eine wiederholte Aktion des Express handelte, hat das Blatt der Veranstaltung die Grundlage entzogen - nach dieser Saison ist mit dem Fantreffen Schluss. "Eine jahrelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit ist durch eine einzige und auch nicht mal wirklich spektakuläre Überschrift zerstört worden", resümieren die Veranstalter auf ihrer Website.
Die wirkliche Schande ist aber, dass sich Jupp Heynckes von so einer Postille in seinen Entscheidungen beeinflussen lässt. Denn der arme Compper, der wahrscheinlich gar nicht weiß, wie ihm geschieht, wurde vom Trainer medienwirksam suspendiert. Statt ihn mit einer internen Strafe und ein paar mahnenden Worten aus der Schusslinie zu nehmen, stellt er den Jungen nochmal öffentlich an den Pranger. Soviel einmal mehr zum Thema psychologisches Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl. Dass Compper mit seiner Aussage auch noch Recht hatte, tut zwar nichts zur Sache, macht die Geschichte aber erst richtig rund.
Dülp - 14. Dez, 20:52
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