Einsatzgarantie für Umsatzbringer?
Was machte in Verein, der kein Verein mehr ist sondern ein Unternehmen, mit einem Spieler, der eigentlich zu schlecht ist, aber aufgrund seiner Popularität immense Erlöse bringt?
Darf der Trainer so einen Jungen feuern, oder muss der Verein aus betriebswirtschaftlicher Sicht dem Trainer vorschreiben, ihn einzusetzen? Ist eine AG ihren Aktionären sogar schuldig, den Mann zu halten?
Fiel mir gerade so ein, als ich über Beckham und Real nachdachte.
Darf der Trainer so einen Jungen feuern, oder muss der Verein aus betriebswirtschaftlicher Sicht dem Trainer vorschreiben, ihn einzusetzen? Ist eine AG ihren Aktionären sogar schuldig, den Mann zu halten?
Fiel mir gerade so ein, als ich über Beckham und Real nachdachte.
Dülp - 2. Nov, 19:50
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Jo (Gast) - 3. Nov, 17:18
Ich hab jetzt längere Zeit drüber nachgedacht, hier meine Ergebnisse.
Grundsätzlich denke ich, dass Profi-Vereine heutzutage wie Wirtschaftsunternehmen funktionieren (selbst wenn sie formal noch gemeinnützige Vereine sein sollten, was zumeist eh nicht mehr der Fall ist). Das ist meiner Meinung nach nicht zu kritisieren, sondern ganz normal angesichts der großen wirtschaftlichen des Fußballs. Daraus folgt unmittelbar, dass sämtliche sportliche Entscheidungen gleichsam wirtschaftliche Entscheidungen sind und somit dem Oberziel dienen müssen, welches man als "Gewinnmaximierung" (statisch) bzw. "Steigerung des Unternehmenswertes" (dynamisch) bezeichnet.
Akzeptiert man diese Konvention, dann ist der causa Beckham m.E. folgendermaßen zu beurteilen: Der Trainer sollte einen Spieler immer dann aufstellen, wenn die diskontierten Erträge die diskontieren Kosten übersteigen. Diese betriebswirtschaftliche Weisheit will ich etwas mit Leben füllen. Zuerst sollte man sich fragen, was in diesem Fall Erträge sind. Naheliegenderweise sind dies die Erlöse aus Trikot-Verkäufen o.ä., aber auch die Steigerung der Produktivität der Mitspieler.
Viel interessanter sind in diesem Fall für mich aber die Kosten, die durch eine Aufstellung entstehen. Als erstes könnte ggf. das Spiel darunter leiden, d.h. Real Madrid weniger erfolgreich spielen. Folge könnte das Nicht-Erreichen der Champions League, dadurch weniger TV-Einnahmen usw. sein. Hierbei ist schon wichtig zu sehen, das dies durchaus langfristige Konsequenzen haben kann. Weitere Kosten könnten dadurch entstehen, dass ein produktiverer Spieler nicht spielen kann (sog. Opportunitätskosten, da die Stärken=Erträge dieses Spielers nicht ins Real-Spiel einfließen). Darüber hinaus könnte es zu Missgunst innerhalb der Mannschaft führen, da ein vermeintlich schlechterer Spieler eingesetzt wird und z.B. die anderen um ihre Siegprämie bringt.
Was ist das Ergebnis dieser gesamten Abwägung? Wir können es aus unserer Sicht nicht richtig beurteilen. Letztendlich muss der Verein ausrechnen, welche Erträge Beckham bringt, dem müssen die Kosten gegenüber gestellt werden.
MfG
Johannes
Grundsätzlich denke ich, dass Profi-Vereine heutzutage wie Wirtschaftsunternehmen funktionieren (selbst wenn sie formal noch gemeinnützige Vereine sein sollten, was zumeist eh nicht mehr der Fall ist). Das ist meiner Meinung nach nicht zu kritisieren, sondern ganz normal angesichts der großen wirtschaftlichen des Fußballs. Daraus folgt unmittelbar, dass sämtliche sportliche Entscheidungen gleichsam wirtschaftliche Entscheidungen sind und somit dem Oberziel dienen müssen, welches man als "Gewinnmaximierung" (statisch) bzw. "Steigerung des Unternehmenswertes" (dynamisch) bezeichnet.
Akzeptiert man diese Konvention, dann ist der causa Beckham m.E. folgendermaßen zu beurteilen: Der Trainer sollte einen Spieler immer dann aufstellen, wenn die diskontierten Erträge die diskontieren Kosten übersteigen. Diese betriebswirtschaftliche Weisheit will ich etwas mit Leben füllen. Zuerst sollte man sich fragen, was in diesem Fall Erträge sind. Naheliegenderweise sind dies die Erlöse aus Trikot-Verkäufen o.ä., aber auch die Steigerung der Produktivität der Mitspieler.
Viel interessanter sind in diesem Fall für mich aber die Kosten, die durch eine Aufstellung entstehen. Als erstes könnte ggf. das Spiel darunter leiden, d.h. Real Madrid weniger erfolgreich spielen. Folge könnte das Nicht-Erreichen der Champions League, dadurch weniger TV-Einnahmen usw. sein. Hierbei ist schon wichtig zu sehen, das dies durchaus langfristige Konsequenzen haben kann. Weitere Kosten könnten dadurch entstehen, dass ein produktiverer Spieler nicht spielen kann (sog. Opportunitätskosten, da die Stärken=Erträge dieses Spielers nicht ins Real-Spiel einfließen). Darüber hinaus könnte es zu Missgunst innerhalb der Mannschaft führen, da ein vermeintlich schlechterer Spieler eingesetzt wird und z.B. die anderen um ihre Siegprämie bringt.
Was ist das Ergebnis dieser gesamten Abwägung? Wir können es aus unserer Sicht nicht richtig beurteilen. Letztendlich muss der Verein ausrechnen, welche Erträge Beckham bringt, dem müssen die Kosten gegenüber gestellt werden.
MfG
Johannes
Dülp - 3. Nov, 22:09
Klingt alles ganz logisch. Leider kann ein Fußball-Unternehmen nicht auf harte Zahlen zurückgreifen, wenn es um das Funktionieren einer MAnnschaft geht. Deswegen ist für mich im Fall Real Madrid der Schluss: Selbst wenn Beckham nicht die optimale Lösung auf seiner Position ist, ist das Team so gut besetzt, auch mit ihm jede MAnnschaft in Europa wegfegen zu können. Weil aber Beckham einige Milliönchen mehr bringt als ein Guti oder ein Diarra müsste er aus unternehmerischer Sicht zumindest regelmäßig auflaufen.
Pete (Gast) - 1. Jan, 23:27
Folge
Als erstes könnte ggf. das Spiel darunter leiden, d.h. Real Madrid weniger erfolgreich spielen. Folge könnte das Nicht-Erreichen der Champions League, dadurch weniger TV-Einnahmen usw. sein. Hierbei ist schon wichtig zu sehen, das dies durchaus

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