Lange Antwort: Weil er eine Tätlichkeit vortäuscht, wo keine war.
Dülp - 22. Aug, 12:59
Zunächst einmal: Das Berühren oder Anfassen des Gegenspielers ist nicht verboten. Mehr hat Kyriakos nicht gemacht. Es war noch nicht einmal ein Schubser. Kein normaler Mensch, noch nicht mal meine Nichte, wäre bei dieser Aktion umgefallen. Mit anderen Worten: Kyriakos Verhalten war zwar unnötig, aber nicht unfair.
Was Klimowicz hingegen gemacht hat, war in allergrößtem Maße unsportlich. Er hat nicht nur eine Schwalbe gezogen, er hat versucht eine rote Karte für den Gegenspieler zu provozieren. Grobe Unsportlichkeiten wurden vom DFB bereits desöfteren mit nachträglichen Sperren bedacht, auch wenn das Vergehen nicht ausdrücklich unter den feldverweiswürdigen Vergehen in den Regeln genannt war. Ich erinnere zum Beispiel an das Hand-Tor von Neuville.
Die Argumentation der Kollegen vom Fohlenkommando kann ich an dieser Stelle überhaupt nicht nachvollziehen:
"Jeder Spieler, der eine Karte für einen gegenerischen Spieler fordert, ist demnach mit einer Gelben Karte zu verwarnen. (...) Wäre Klimowicz hingegen zum Schiedsrichter gegangen, der den Vorfall offensichtlich nicht gesehen hat, um ihn auf den Vorfall hinzuweisen, wäre Kyriakos vielleicht belangt worden. In jedem Fall hätte aber Klimowicz die Gelbe Karte sehen müssen. Für Klimowicz war sein Hinfallen also die einzige Chance zu erreichen, dass Kyriakos für seine Unsportlichkeit bestraft wird."
Das Hinfallen und sich am Boden wälzen kommt also nicht der Forderung nach einer gelben Karte gleich? Es ist harmloser? Nee Leute, da seid ihr aber voll auf dem Holzweg. Weiter heißt's da:
"Mit einer Sperre würde man Klimowicz also härter bestrafen, als es geschehen wäre, wenn er ohne Fremdeinwirkung schauspielerisch wertvoll hingefallen wäre und der Schiedsrichter dies als Schwalbe gewertet hätte."
Die härtere Strafe wäre auch verdient. Denn mit einer Schwalbe will man einen Freistoß rausholen. Klimowisz wollte hingegen ganz klar eine rote Karte provozieren.
Ganz von Regeldiskussionen abgesehen: Solche memmenhafte Aktionen bringt nur einer, der keinen Funken Stolz und Anstand im Leib hat. Sportler anderer Disziplinen lachen Fußballer wegen so eine Scheiß aus. Im Eiskockey, Baseball etc. lässt sich keiner fallen, da wird das unter Männern geregelt - notfalls mit Fäusten. Dann kassiert man wenigstens erhobenen Hauptes den Platzverweis. Und da geht es auch um viel Geld.
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Warum Klimowicz sperren und Kyriakos laufen lassen?
Lange Antwort: Weil er eine Tätlichkeit vortäuscht, wo keine war.
Was Klimowicz hingegen gemacht hat, war in allergrößtem Maße unsportlich. Er hat nicht nur eine Schwalbe gezogen, er hat versucht eine rote Karte für den Gegenspieler zu provozieren. Grobe Unsportlichkeiten wurden vom DFB bereits desöfteren mit nachträglichen Sperren bedacht, auch wenn das Vergehen nicht ausdrücklich unter den feldverweiswürdigen Vergehen in den Regeln genannt war. Ich erinnere zum Beispiel an das Hand-Tor von Neuville.
Die Argumentation der Kollegen vom Fohlenkommando kann ich an dieser Stelle überhaupt nicht nachvollziehen:
"Jeder Spieler, der eine Karte für einen gegenerischen Spieler fordert, ist demnach mit einer Gelben Karte zu verwarnen. (...) Wäre Klimowicz hingegen zum Schiedsrichter gegangen, der den Vorfall offensichtlich nicht gesehen hat, um ihn auf den Vorfall hinzuweisen, wäre Kyriakos vielleicht belangt worden. In jedem Fall hätte aber Klimowicz die Gelbe Karte sehen müssen. Für Klimowicz war sein Hinfallen also die einzige Chance zu erreichen, dass Kyriakos für seine Unsportlichkeit bestraft wird."
Das Hinfallen und sich am Boden wälzen kommt also nicht der Forderung nach einer gelben Karte gleich? Es ist harmloser? Nee Leute, da seid ihr aber voll auf dem Holzweg. Weiter heißt's da:
"Mit einer Sperre würde man Klimowicz also härter bestrafen, als es geschehen wäre, wenn er ohne Fremdeinwirkung schauspielerisch wertvoll hingefallen wäre und der Schiedsrichter dies als Schwalbe gewertet hätte."
Die härtere Strafe wäre auch verdient. Denn mit einer Schwalbe will man einen Freistoß rausholen. Klimowisz wollte hingegen ganz klar eine rote Karte provozieren.
Ganz von Regeldiskussionen abgesehen: Solche memmenhafte Aktionen bringt nur einer, der keinen Funken Stolz und Anstand im Leib hat. Sportler anderer Disziplinen lachen Fußballer wegen so eine Scheiß aus. Im Eiskockey, Baseball etc. lässt sich keiner fallen, da wird das unter Männern geregelt - notfalls mit Fäusten. Dann kassiert man wenigstens erhobenen Hauptes den Platzverweis. Und da geht es auch um viel Geld.