Allez Les Bleus!
Wie konnte Brasilien so schlecht sein? Irgendwas muss hinter geschlossenen Türen ganz falsch gelaufen sein, um so eine Leistung zu erklären. Ich muss nicht schreiben, dass diese Mannschaft die besten Einzelspieler hatte. Das ist Fakt. Und diese Mannschaft war eigentlich eingespielt. Sie kannten sich schon lange und wussten, welche Waffen sie hätten einsetzen können.
Warum ein Ronaldinho niemals den Raum hatte, seine Stärken auszuspielen, kann nur Perreira erklären. Warum er mit Adriano und Ronaldo zwei Brecher bevorzugte und nicht auf Spielstärke a la Robinho setzte, kann nur Perreira erklären.
Es war schon seit dem ersten Spiel sichtbar, und es gelang nicht, die Taktik anzupassen. Die Ungefährlichkeit lag sicher nicht an Ronaldo, der nur ein Teil des Puzzles war. Bezeichnend war, dass Ronaldo niemals Raum hatte, in der er sich hätte bewegen können. Brasilien war statisch.
Frankreich hingegen erinnert mich an frühere deutsche Teams. Sie haben sich in das Turnier gekämpft, sie finden immer mehr zu ihrem Spiel und gewinnen an Selbstbewusstsein. Zu Beginn der WM hatte ich das Gefühl, dass sie von den Medien im eigenen Land niedergeschrieben wurden, deswegen kaum Selbstbewusstsein hatten und dieses Stigma mit dem heutigen Sieg überwunden haben. Durch diese Attacken von außen wird eine Mannschaft zusammengeschweißt, wenn sie unerwartet Erfolg hat.
Doch spätestens im Finale erwartet sie eine andere Mannschaft. Gegen Deutschland müsste sich Frankreich an ein anderes Tempo gewöhnen. Der Vergleich zum gestrigen Viertelfinale ist deutlich: Franreich und Brasilien haben sich Raum gegeben, das Spiel war relativ langsam, es wurde kaum aggresiv gedoppelt. Deutschland gegen Argentinien war zwei Nummern schneller, intensiver, enger. Moderner Fußball wurde gestern gespielt, heute nicht.
Warum ein Ronaldinho niemals den Raum hatte, seine Stärken auszuspielen, kann nur Perreira erklären. Warum er mit Adriano und Ronaldo zwei Brecher bevorzugte und nicht auf Spielstärke a la Robinho setzte, kann nur Perreira erklären.
Es war schon seit dem ersten Spiel sichtbar, und es gelang nicht, die Taktik anzupassen. Die Ungefährlichkeit lag sicher nicht an Ronaldo, der nur ein Teil des Puzzles war. Bezeichnend war, dass Ronaldo niemals Raum hatte, in der er sich hätte bewegen können. Brasilien war statisch.
Frankreich hingegen erinnert mich an frühere deutsche Teams. Sie haben sich in das Turnier gekämpft, sie finden immer mehr zu ihrem Spiel und gewinnen an Selbstbewusstsein. Zu Beginn der WM hatte ich das Gefühl, dass sie von den Medien im eigenen Land niedergeschrieben wurden, deswegen kaum Selbstbewusstsein hatten und dieses Stigma mit dem heutigen Sieg überwunden haben. Durch diese Attacken von außen wird eine Mannschaft zusammengeschweißt, wenn sie unerwartet Erfolg hat.
Doch spätestens im Finale erwartet sie eine andere Mannschaft. Gegen Deutschland müsste sich Frankreich an ein anderes Tempo gewöhnen. Der Vergleich zum gestrigen Viertelfinale ist deutlich: Franreich und Brasilien haben sich Raum gegeben, das Spiel war relativ langsam, es wurde kaum aggresiv gedoppelt. Deutschland gegen Argentinien war zwei Nummern schneller, intensiver, enger. Moderner Fußball wurde gestern gespielt, heute nicht.
Dülp - 1. Jul, 23:09
6 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
woelfin - 2. Jul, 02:13
frankreich war wacker
und spielte in einen verdienten sieg
es hätten klarerweise mehr tore sein können als dieses pflichttor, dennoch gab es keine minute langeweile!
für mich dank portugal und FR sicher der schönste spieltag bis dato
es hätten klarerweise mehr tore sein können als dieses pflichttor, dennoch gab es keine minute langeweile!
für mich dank portugal und FR sicher der schönste spieltag bis dato
Suedtribuene - 2. Jul, 14:19
So wie sich Parreira auf der Pressekonferenz anhörte, hat er das seinen Spielern alles erklärt. Allein: Sie hatten es nicht nötig, es auch umzusetzen.
Dülp - 3. Jul, 12:11
So wie Brasilien gehypet wurde ist es vielleicht sogar nachzuvollziehen, dass sie überheblich aufgetreten sind. Bei der nächsten WM nehmen sie die Sache sicher nicht mehr so locker.
Suedtribuene - 3. Jul, 12:28
Vermutlich
Aber irgendwie scheint Überheblichkeit Fußballweltmeistern innezuwohnen: Deutschland 78, Argentinien 90 (trotz Finaleinzug ein schlechtes Turnier), Deutschland 94, Frankreich 2002, Brasilien 2006...
404 - 2. Jul, 14:38
Moderner Fußball
Spiel du mal gegen Brasil "modernen" Fußball...
Und hatte Parreira nicht auch gesagt, es geht bei einer WM nicht darum schön zu spielen, sondern erfolgreich?!
Nein, Frankreich weiß, wie man solche Spiele angeht und hat es in einem packenden Match allen gezeigt. Insofern finde ich es unzulässig Spiele zu vergleichen. Jedes ist anderes.
Es war ein taktisches Spiel auf hohem Niveau.
Und auch die deutsche Elf wird mächtig Schwierigkeiten gegen Frankreich haben!
France ist zurüque! Ich freue mich riesig!
http://checkbox.twoday.net/stories/2274155/
Und hatte Parreira nicht auch gesagt, es geht bei einer WM nicht darum schön zu spielen, sondern erfolgreich?!
Nein, Frankreich weiß, wie man solche Spiele angeht und hat es in einem packenden Match allen gezeigt. Insofern finde ich es unzulässig Spiele zu vergleichen. Jedes ist anderes.
Es war ein taktisches Spiel auf hohem Niveau.
Und auch die deutsche Elf wird mächtig Schwierigkeiten gegen Frankreich haben!
France ist zurüque! Ich freue mich riesig!
http://checkbox.twoday.net/stories/2274155/
Dülp - 3. Jul, 12:22
Mit modernem Fußball meine ich etwa das, was Stefan hier beschreibt. Den hat Frankreich immer noch mehr betrieben als Brasilien und Frankreich wird ihn gegen einen anderen Gegner sicher mehr zeigen. Mit der Feststellung, es wurde kein moderner Fußball gespielt meine ich aber nicht, dass das Spiel nicht packend war. Frankreich-Brasilien war ein tolles Spiel und der sogenannte "moderne" Fußball ist per se nicht besser oder schöner als "unmoderner"

Trackback URL:
http://bolzplatz.twoday.net/stories/2274018/modTrackback