FC Adidas
Über diese Erkenntnis wird Uli Hoeneß lange meditiert haben: "Ballack geht nur aus finanziellen Gründen."
Neu ist mir hingegen die Art und Weise wie Spielerberater Michael Becker die Nachfrage mehrerer Märkte kombiniert, um einen optimalen Preis für die Arbeitskraft seines Schützlings zu finden.
Er schloss einen so dicken Deal mit Adidas ab, dass Ballack nur noch für ein Adidas-Team auflaufen darf - und das bis 2012. Ich hab nicht sämtliche Ausrüster-Verträge der Champions-League-Vereine im Kopf, aber allzu viele werden da nicht übrig bleiben. Etwa ein Viertel, schätze ich. Wenn weniger Clubs für den Spieler in Frage kommen dann herrscht weniger Nachfrage und als Folge, klar, wird sein Gehalt weniger hoch ausfallen. In der Summe mit dem Adidas-Salär dürfte die Geldmenge, die auf Ballacks Konto landet, dennoch am oberen Limit des Möglichen liegen.
Zeichnet sich da ein neuer Trend ab? Dass sich die Ausrüster ihre eigenen All-Star-Teams zusammenkaufen und über die Stars bestimmen können? Seit Jahren schon erwecken die opulent produzierten Werbespots genau diesen Eindruck. Dort werden die Fußballer nicht in ihrer natürlichen (Vereins-)Umgebung sondern im Corporate Design präsentiert.
Das wäre vielleicht der nächste konsequente Schritt zu Durchkapitalisierung des Sports. Die Konzerne schieben ihren Vereinen aus ihren Pools die Spieler zu - qualitativ gestaffelt nach Marketingpotential des Clubs. Und 2020 spielt dann Puma Madrid gegen Umbro London.
Aber halt - ich werde wieder zynisch. Am Ende wechselt doch nur Ballack zum FC Abramovitsch und sitzt dort auf der Bank. Totes Kapital nennt man das dann, glaub ich.
Neu ist mir hingegen die Art und Weise wie Spielerberater Michael Becker die Nachfrage mehrerer Märkte kombiniert, um einen optimalen Preis für die Arbeitskraft seines Schützlings zu finden.
Er schloss einen so dicken Deal mit Adidas ab, dass Ballack nur noch für ein Adidas-Team auflaufen darf - und das bis 2012. Ich hab nicht sämtliche Ausrüster-Verträge der Champions-League-Vereine im Kopf, aber allzu viele werden da nicht übrig bleiben. Etwa ein Viertel, schätze ich. Wenn weniger Clubs für den Spieler in Frage kommen dann herrscht weniger Nachfrage und als Folge, klar, wird sein Gehalt weniger hoch ausfallen. In der Summe mit dem Adidas-Salär dürfte die Geldmenge, die auf Ballacks Konto landet, dennoch am oberen Limit des Möglichen liegen.
Zeichnet sich da ein neuer Trend ab? Dass sich die Ausrüster ihre eigenen All-Star-Teams zusammenkaufen und über die Stars bestimmen können? Seit Jahren schon erwecken die opulent produzierten Werbespots genau diesen Eindruck. Dort werden die Fußballer nicht in ihrer natürlichen (Vereins-)Umgebung sondern im Corporate Design präsentiert.
Das wäre vielleicht der nächste konsequente Schritt zu Durchkapitalisierung des Sports. Die Konzerne schieben ihren Vereinen aus ihren Pools die Spieler zu - qualitativ gestaffelt nach Marketingpotential des Clubs. Und 2020 spielt dann Puma Madrid gegen Umbro London.
Aber halt - ich werde wieder zynisch. Am Ende wechselt doch nur Ballack zum FC Abramovitsch und sitzt dort auf der Bank. Totes Kapital nennt man das dann, glaub ich.
Dülp - 10. Apr, 21:07
8 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Yalcin - 11. Apr, 05:09
Nun...
was mich interessieren würde... hat jemand diesen Michael Becker schon mal gesehen und gibt es ein Interview oder ähnliches mit Ihm? Ich möchte gerne wissen, ob er so ein schmieriger Typ ist, oder einfach nur ein schlauer Fuchs?
Nick_Melville - 12. Apr, 14:12
ist der unterschied wirklich so gross, ob sich bauunternehmer ihre teams zusammenkaufen oder sportartikelhersteller?
Dülp - 12. Apr, 15:51
Jo, isser
Weil der Bauunternehmer nur einen Verein unterstützt und den erfolgreich machen will. Adidas und Co hingegen gewinnen Einfluss bei vielen verschiedenen Clubs. Der Mauschelei ist da Tür und Tor geöffnet (Nicht umsonst verbietet die FIFA den mehrheitsbesitz an mehreren Profi-Clubs. Man denke nur an die Spieler-Schieberei zwischen Chelsea und ZSKA Moskau)
Protagonist (Gast) - 12. Apr, 14:51
Ja, die Rolle der Werbeverträge wird zu wenig wahrgenommen. Eigentlich überraschend, da sich die Presse doch sonst auf jedes Fitzelchen stürzt. Bewusstes "Nicht wissen wollen" in Fußballdeutschland? In einem Interview hat vor kurzem Uli Stein vermutet, Olli Kahns Einverständnis, sich bei der WM auf die Bank zu setzen, habe wohl auch mit lukrativen Werbeverträgen zu tun, die an eine Anwesenheit des Spielers während der WM gekoppelt sind.
Wir decken doch sonst alle "Zusammenhänge", "Skandale", Gerüchte und Verzällches mit Wollust auf... wer hat denn da einen Nichtangriffspakt mit der Boulevardpresse geschlossen? Anzeigenkunden vielleicht?
Wir decken doch sonst alle "Zusammenhänge", "Skandale", Gerüchte und Verzällches mit Wollust auf... wer hat denn da einen Nichtangriffspakt mit der Boulevardpresse geschlossen? Anzeigenkunden vielleicht?
Holger (Gast) - 8. Mai, 12:32
Wo ist das Problem?
Würde denn das nicht jeder tun, der die Möglichkeit dazu bekommt? Mein Gott, is doch logisch, dass ein Unternehmen Werbestars so platzieren will, dass sie die beste Werbewirkung erzielen wollen. Da Adidas logischerweise ein Interesse daran hat, ihre Stars auch in Adidas-Trikots auflaufen zu sehen, bezahlen sie noch etwas mehr. Ein Risiko, dass Ballack in Chelsea über 4 Jahre auf der Bank sitzen könnte, sehe ich nicht. Wenn er keinen Stammplatz hat, wechselt er eben wieder. Optionen: AC Mailand, Real Madrid, Ajax Amsterdam oder eben wieder Bayern.
NordkurvenEisbär (Gast) - 29. Mai, 16:13
Ballack - Chelsea - Adidas?
Chelsaes spielt in umbro!
Dülp - 29. Mai, 19:44
Nächste Saison nicht mehr. Adidas hat Chelsea aus dem Umbro-Vertrag rausgekauft. Guckst du z.B. hier

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