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Dienstag, 25. September 2007

Anschluss geschafft, Trainer weg , Augsburg weint

Ganz so oft kommt es nicht vor, dass ich mir die Augen reibe bei einem Trainerwechsel. Rainer Hörgl hat die Brocken in Augsburg hingeschmissen und irgendwie macht das keinen Sinn. Nach zwei Siegen in den letzten drei Spielen hat der FC gerade den Anschluss ans Mittelfeld geschafft.

Und jetzt wird es ganz kurios: Seinen Rücktritt hatte er schon nach der Niederlage in Gladbach erklärt und gleichzeitig vereinbart, die Mannschaft noch bis zum Spiel in Paderborn zu betreuen.

Nun scheint es tatsächlich ein Solo des Trainers zu sein. Denn der Vorstand hat ihn gebeten, den Move zu überdenken und die Fans stimmen den Katzenjammer an. Reaktion im Forum auf den Rücktritt:

"Haha April April?! Bitte nicht..., wieso nur? Fühlt er sich seinen Aufgaben nicht mehr gewachsen?! Das ist echt ein Schlag ins Herz... Ein schwarzer Tag für den FCA... Das wird jetzt richtig schwierig..."

Gab es schonmal etwas vergleichbares im deutschen Profifußbal? Dass keiner den Coach (ernsthaft) infrage gestellt hat und er freiwillig den Hut nimmt? Ich kann mich spontan nicht erinnern.

Live-Blogging: St. Pauli - Gladbach

19.17: Was soll das noch für ein September werden? Bisher schon 12 Punkte und am Freitag kommt Aachen, dass angesichts der Serie Gladbachs schon ein paar Köttel in der Bux haben dürfte.

Unglaublich wie Ndjeng eingeschlagen ist. Fünf Vorlagen in den letzten drei Spielen.

Unglaublich, was im Sturm los ist. In der letzten Saison ein Friedhof, in dieser Saison eine Macht.

Luhukay darf man Lernfähigkeit attestieren. Nach den erfolglosen ersten Spielen stellte er die Taktik auf Raute und Zweier-Sturm um, seitdem läuft es.

Wann durfte ich zuletzt mit so einem Grinsen ins Büro laufen?

19.14: Brunnemann senst Marinvon hinten ganz fies um- an der Mittellinie! Klare rote Karte. Der sonst kritiklose Brych zieht aber nur gelb. So wie Marin in den letzten 20 Minuten an der Außenlinie rauf und runter getreten wurde, fragt man sich, was die Paulianer noch mit ihm anstellen dürfen.

19.11: Gladbach hält Pauli mit 70%-Einsatz klein und hat sogar noch die besseren Chancen. Ganz souveräne Vorstellung.

19:06: Mal wieder eine kleine Marin-Demonstration auf der linken Seite. Ausbeute in den letzten fünf Minuten: neun Leute frischgemacht, zweimal daraufhin böse umgehauen worden.

18.54: TOOOOR für Gladbach. Ndjeng schlenzt aus dem Halbfeld locker rein und Rösler darf beinahe ohne Gegenwehr einköpfen.

Eigentlich war Rösler schon auf dem Weg zur Auswechlung. Für ihn kommt - unfassbar, den gibts auch noch - Daems. Nach 10-monatiger Verletzungspause darf der Belgier endlich wieder ran. Auch er wird es wie Colautti nicht einfach haben. Auf seiner Position spielt Voigt im Moment bärenstark.

18:47: Neuville darf seinen Arbeitstag beenden und für ihn Marin für ihn noch ein bisschen zaubern. Gladbach wird sich wohl auf Konter verlegen und den Pin runterspielen. St. Pauli erschreckend harmlos. Kaum zu glauben, dass diese Mannschaft 1860 an die Wand gespielt haben soll.

18.42: Ein Tor von Rafael wird Abseits gepfiffen. Haarscharfe Entscheidung. Würde man im Zweifel für den Stürmer laufen lassen, hätte das Ding gezählt.

TOOOOR für Gladbach!

Nur Sekunden nach dem Abseits-Tor passt Neuville auf den völlig freistehenden Rafael, der mehr als nass an Borger vorbei den Ball ins Tor legt. Großes Kino!

18.35: St.Pauli kommt besser aus der Kabine. Erste Chance fünf Sekunden nach Anpfiff, aber Takyi eine Zehntel Sekunde zu spät. Fünf Minuten später erneut ein kritischer Ball steil im Gladbacher Strafraum.

18.30: Charles Takyi kommt in die Mannschaft. Die Einwechslung könnte dem Pauli-Spiel ein paar der dringend benötigten Ideen bescheren.

Auf Gladbacher Seite kommt Rafael für Friend. Die Maßnahme kann ich nicht ganz nachvollziehen. Rafael als Konter-Stürmer? Angst um den gelb-vorbelasteten Friend? In Überzahl sollte man eigentlich einen kopfballstarken Stürmer auf dem Platz haben. Jedenfalls solange es noch nicht 3:0 steht.

18.15: Halbzeit. EIn schwaches Spiel über die gesamte Distanz. Nach der roten Karte für Pauli sah das aber recht souverän von Gladbach aus. Die Borussia spielte auf den zweiten Treffer und kam zu einigen allerdings eher mageren Chancen, ließ aber das berüchtigte Aufbäumen des Gegners nicht zu. Wie immer heißt es erstmal abwarten, wie sie aus der Kabine kommen.

Luhukay hat mit dem wieder reinrotierten van den Bergh erneut ein gutes Händchen bewiesen. Der Junge haut sich auf links ordentlich rein, so wie es gegen St.Pauli sein muss, und provozierte geschickt aber nicht unfair den Platzverweis für den Gegner.

Mit Friend und Neuville scheint sich ein Traum-Sturm gefunden zu haben. Insgesamt sieben Tore in den gemeinsamen vier Spielen spricht eine deutliche Sprache. Das sind ganz bittere Start-Voraussetzungen für den bisher angeschlagenen Millionen-Einkauf Colautti, der an Friend bis auf weiteres nicht vorbeikommen dürfte.

18.08: Tooooooor für Gladbach!

Rob Friend mit seinem dritten Saisontor nach feiner Vorarbeit von Ndjeng, der sich auf Außen mit seiner Schenlligkeit durchsetzt und seinen Gegenspieler ganz alt aussehen lässt. Borger sieht erneut nicht gut als, als er die flache Hereingabe vor Friends Füße verlängert.

18.03: Gelb-Rote Karte für St.Pauli. Die zweite Gelbe war mit Ansage. Van den Bergh legt sich den Ball an der Außenlinie vor und wartet sogar einen Moment mit dem Antritt, damit ihn Bolls Grätsche ihn auch richtig übel trifft. Mit einem dreifachen Wälzer am Boden besiegelt er das Schicksal des Paulianers. Dessen erste gelbe habe ich verpasst, er soll sie für "Trikotzupfen" bekommen haben.

17.56: So lob ich mir das, der Handweker hat nur zehn Minuten gebraucht und ich hab keine Tor verpasst.

17.47: Nach einem unspektakulären Auftakt kommt Gladbach nun besser ins Spiel und kommt so so etwas wie Ansätzen für Chancen. Dass Rob Friend allerdings versucht Borger mit Ball über die Linie zu grätschen war eher unnötig.

17.37: Wie nicht anders zu erwarten bloggt dogfood ebenfalls live mit. Allerdings sind die Sympathien bei ihm anders verteilt.

17.28: Rechtzeitig von der Arbeit zurück geht es beim Bolzplatz weiter mit dem Gladbach-Live-Blogging. Wahrscheinlich mit kleiner Unterbrechung, weil sich der Glaser angekündigt hat, ein Fenster auszumessen.

In der Gladbacher Aufstellung wird mal wieder das Mittelfeld durchrotiert. Marin abermals draussen. Paauwe rückt aus der Abwehr ins defensive Mittelfeld, Gohuori für ihn von der Bank in die Abwehr. Svärd sitzt auf der Bank. Für ihn rückt van den Bergh auf die linke Seite. Rösler geht von links in die Mitte, Ndjeng von der Mitte auf rechts. Alles klar?

Das goldene Händchen 6. Spieltag

So, 15 Minuten vor Anpfiff des 7. schnell noch das Händchen für den 6. Spieltag verteilen.

goldene-hand

1. Liga

Sein Ziel war ein Spieltags-Händchen, nun hat er bereits nach sechs Spieltagen zwei davon. Hoffentlich hebt Knut aka kurtspaeter jetzt nicht ab. Mit einem Offensiv-Quartett Ze Roberto, Van der Vaart, Sanogo und Kuranyi ist er allerdings auch - nach dem bisherigen Saisonverlauf zu urteilen - gülden besetzt. Mit 49 Punkte an diesem Spieltag schießt er auf Platz zwei in der Gesamtwertung und rückt Thomas auf den Pelz. Neuer dritter ist Marius.

goldene-hand

2. Liga

Mit einem 33-Punkte-Sturm holt sich sternburg erstmals das goldene Händchen. Friend, Reichenberger und der Spieler des Spieltags Novakovic sorgten damit für den Löwenanteil seiner Punkte. Der Rest des Teams steuert weitere 13 Zähler bei - macht insgesamt 46 Punkte.

In der Gesamtwertung führt Sönke weiter souverän. Auf den zweiten Platz hat sich Jens vorgeschoben, gefolgt von Bärbel.

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