Amerikanische Verhältnisse in Österreich
Der Erfolg frisst seine Kinder: Wer glaubte, nur in Amerika könnten Vereine per Handstreich in eine andere Stadt umgelagert werden, sollte nach Österreich blicken. Ein unter vielen Namen bekannte Kleinstadtverein aus Pasching wird kurzerhand 300 Kilometer umgepflanzt.
Unter dem Namen ASKÖ Pasching wurde vor rund 60 Jahren ein durchschnittlicher Bezirksliga-Verein in Oberösterreich, eher nahe der deutschen Grenze, gegründet. In den 90er Jahren erfolgte eine steiler Aufstieg, der letztendlich in der ersten Liga, im UI-Cup und als Alptraum von Werder Bremen endete. Zwischenzeitlich hatte der Club seine kaum vorhandene Tradition verkauft und lief als SV PlusCity und ab 2002 als FC Superfund Pasching auf.
Die Ära Pasching wurde im April 2007 rabiat beendet. Der Vereins-Präsident gab bekannt, dass der Verein samt Erstliga-Spielberechtigung nach Klagenfurt, eher nahe der italienischen Grenze, wechseln würde. In eine Stadt ohne angemessenes Fußball-Stadion, wohl aber mit dem Versprechen einer besseren Infra-Struktur und einem Stadion-Neubau. Einem Argument also, das auch in den USA gang und gäbe ist für – wie es dort heißt – dem „Verkauf einer Franchise“.
Unter dem Namen „SK Austria Kärnten“ wird der Verein künftig antreten – offensichtlich auf die Tradition der Austria Klagenfurt aufbauend, die in den 70er-Jahren Weltklasse-Fußballer wie Lothar Emmerich beschäftigte und heute weit abgetaucht ist.
Nun sind solche Entartungen in der Österreichischen Liga nicht fremd, man bedenke die feindliche Übernahme des SV Austria Salzburg durch Red Bull. Dennoch sollte es bedenklich stimmen, wenn Spielberechtigungen für oberste Ligen nicht an Standorte, sondern an die Willkür der Verantwortlichen oder „Inhaber“ gebunden sind.
Unter dem Namen ASKÖ Pasching wurde vor rund 60 Jahren ein durchschnittlicher Bezirksliga-Verein in Oberösterreich, eher nahe der deutschen Grenze, gegründet. In den 90er Jahren erfolgte eine steiler Aufstieg, der letztendlich in der ersten Liga, im UI-Cup und als Alptraum von Werder Bremen endete. Zwischenzeitlich hatte der Club seine kaum vorhandene Tradition verkauft und lief als SV PlusCity und ab 2002 als FC Superfund Pasching auf.
Die Ära Pasching wurde im April 2007 rabiat beendet. Der Vereins-Präsident gab bekannt, dass der Verein samt Erstliga-Spielberechtigung nach Klagenfurt, eher nahe der italienischen Grenze, wechseln würde. In eine Stadt ohne angemessenes Fußball-Stadion, wohl aber mit dem Versprechen einer besseren Infra-Struktur und einem Stadion-Neubau. Einem Argument also, das auch in den USA gang und gäbe ist für – wie es dort heißt – dem „Verkauf einer Franchise“.
Unter dem Namen „SK Austria Kärnten“ wird der Verein künftig antreten – offensichtlich auf die Tradition der Austria Klagenfurt aufbauend, die in den 70er-Jahren Weltklasse-Fußballer wie Lothar Emmerich beschäftigte und heute weit abgetaucht ist.
Nun sind solche Entartungen in der Österreichischen Liga nicht fremd, man bedenke die feindliche Übernahme des SV Austria Salzburg durch Red Bull. Dennoch sollte es bedenklich stimmen, wenn Spielberechtigungen für oberste Ligen nicht an Standorte, sondern an die Willkür der Verantwortlichen oder „Inhaber“ gebunden sind.
Dülp - 7. Jul, 01:56
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