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Mittwoch, 20. Dezember 2006

Andy Möller strikes back

Andy Möller startet seine Trainerkarriere - allerdings sehr bescheiden in der Oberliga. Bei Viktoria Aschaffenburg heißt das Motto ab nächster Saison also: Schnell laufen und noch schneller fallen.

Halbzeit-Fazit 2: Borussia Dortmund

Borussia Dortmund in der Hinrunde, das kann man zwei Meinungen zu haben: Der neunte Platz, drei Punkte hinter dem sechsten, ist zumindest nicht ganz weit vorbei an den Vorgaben und nach oben geht noch was. 22 Punkte hingegen sind eher dürftig: nach der alten (oder besser: veralteten) Faustregel zwei Punkte mehr, als man braucht, um sicher nicht abzusteigen. Sie resultierten aus wunderbar neutralen fünf Siegen, sieben Unentschieden, fünf Niederlagen und 21:21 Toren.

Man kann also zurecht fragen: Gibt es einen Anlass, eine Krise herbeizureden? Muss man einen Trainer feuern, mit dem man vor sechs Monaten noch verlängert hat? Alleine aufgrund der nackten Zahlen sicher nicht. Neben dem durchwachsenen Erfolg waren vor allem andere Gründe ausschlaggebend: Fehlende spielerische Klasse, ein als Arroganz ausgelegtes Verhalten des sportlichen Leiters und von Fans und Beobachtern oft nicht nachvollziehbare Personalentscheidungen.

Über die Heftigkeit der Anfeindung kann ich mich aber nur wundern. Nachdem es unter van Marwijk zuletzt zwei Saisons bergauf ging (nicht unbedingt von der Tabellenposition, sondern vom Spiel - er manövrierte den Verein auf dieser Ebene wieder in die Angriffsposition), hatte ich schon ein wenig mehr Kredit erwartet. Idioten gibt es überall. Aber ob man wirklich mit 80 Leuten die Haupttribüne stürmen und ein unsägliches Theater veranstalten muss, wegen einer noch nicht mal völlig verkorksten Hinrunde - das sollten sich auch dumme Leute fragen.

Das Ziel hat diese Fraktion jedenfalls erreicht. Van Marwijk wurde ein unwürdiger Abschied bereit. Der Vorstand machte in diesem Zusammenhang ein recht jämmerliches Bild. Zunächst blamierte man sich mit Pseudo-Ankündigungen, man wolle bis zum Saisonende am Trainer festhalten (was sämtliche Sportjournalisten mit einem "Jaja, deine Mudder" quittierten). Dann folgte die fast schon unvermeidliche Anfrage bei Ottmar Hitzfeld um schließlich den zuletzt bei Partizan Belgrad tätigen "Erfolgscoach" Jürgen Röber (auch bekannt als der John Gruden der Bundesliga) mit einem Vertrag bis zum Saisonende auszustatten.

Das Zeichen scheint deutlich: Diese Spielzeit möglichst schadlos überstehen, um nach der Sommerpause einen Neuanfang zu starten. Keine spannungsversprechenden Aussichten für die BVB-FAns.

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