Max und Franz regen sich drüber auf,
kurtspaeter findet ihn gut - über den Presseboykott der Schalker Spieler geht die Meinung in der Blogosphere auseinander. Dabei immer im Mittelpunkt die Frage: Berechtigt oder nicht? Zumindest aber: Haben die Spieler die verdammte Pflicht mit den Medienvertretern (und damit indirekt mit den Fans) zu sprechen?
In den mittlerweile vier Wochen, die die Chose bereits dauert ist mir vor allem eins aufgefallen: Ich habe nichts verpasst. Sind wir doch mal ehrlich: Wenn Spieler ihre Statements abgeben, kommt dabei in 99% der Fälle heiße Luft raus. Sie haben einfach nichts, aber auch gar nichts beizutragen zur Erhellung der Leser/Zuschauer/Hörer. Egal welche Frage gestellt wird (selbst wenn sie mal intelligent sein sollte) - was der Journalist zurückbekommt ist eine Phrase, eine Nullaussage, und das absichtlich. Mittlerweile haben alle Profis gemerkt, dass alles, was Tiefe hat oder provozieren könnte, ihnen links und rechts um die Ohren gehauen wird.
Es macht also gar keinen Unterschied, ob die Schalker schweigen oder das übliche Geseier ablassen. Der wirkliche Nachrichteneffekt, abgesehen von aufgeblasenen Schlagzeilen, die nur zustande kommen können, indem man den Protagonisten das Wort im Munde umdreht oder Aussagen sinnentstellt, bleibt dergleiche.
Wer daran Schuld ist? Sicher nicht die Sportler. Wenn sich die Presse auf jeden Fitzel einschießt, der nach Story klingt, darf man sich nicht wundern, wenn man die Geschichten irgendwann nur noch selbst erfinden kann. Und in dieser Hinsicht haben es die Journalisten in und um Schalke doch gerade bestens erwischt. Seit vier Wochen haben sie wirklich was zu schreiben. Nämlich, dass gar nichts gesagt wird. Ist doch ein fairer Deal, oder?
Dülp - 1. Dez, 21:14