Die Zeitfresser
Fußballmanager-Spiele sind etwas für Leute, die sehr viel Zeit haben. Und damit meine ich seeehr viel Zeit. Arbeitlose etwa, Schüler oder Langzeitstudenten. Bis zu meinem 19. Lebensjahr verbrachte ich regelmäßig meine Abende und Wochenenden vor dem Monitor, kaufte und verkaufte und verfeinerte Trainingsplan und Mannschaftstaktik. Meistens neben mit: Klinkinho, der schräg gegenüber wohnte und genauso viel Langeweile hatte wie ich.
Begonnen hatte die Sucht mit einem Spiel namens Bulima auf dem C64. Von einem Fußballmanager konnte man nicht wirklich reden, ebenso wie Pele-Soccer keine Fußball-Simulation war. Die Spieler hatten keine Namen sondern nur Positionsbezeichnungen. Nachdem man die wenigen Variablen auf den Spieltag abgestimmt hatte, ermittelte ein kruder Zufallssimulator die Ergebnisse und listete sie untereinander auf. Der Höhepunkt des Saison waren die Pokalbegegnungen, in denen ein Viereck, das den Ball symbolisieren sollte, zwischen zwei abstrahierten Toren auf einer Horizontalen pendelte und manchmal eine der Torlinien überschritt. Wir haben Monate mit vor Bulima verbracht.
Mit der fortschreitenden PC-Aufrüstung stiegen die Ansprüche bis wir schließlich auf dem Höhepunkt der Zockerkarriere bei Anstoß 2 hängen blieb. Kurz nach der Veröffentlichung begann bei mir der Ernst des Lebens, so dass es immer noch dieses Spiel ist, in dem ich mich an zwei Wochenenden im Jahr mit Klinkinho duelliere. Dann werden die Freundinnen auf Shopping-Tour geschickt und sich mit zwei Kisten Bier im Computerzimmer verbarrikadiert. Montags ist man meistens völlig im Arsch und hat höchstens 1,5 Saisons hinter sich bringen können.
Heute geht es wieder los. Zwei harte Abende warten auf mich und mir wird dabei selbstverständlich keine Zeit zum Bloggen bleiben.
P.S.: Im Alltag fröhne ich als Ersatzdroge dem Online-Managerspiel Hattrick. Wer scharf auf eine Abreibung ist, kann mich gerne herausfordern. Team-ID: 521090
Begonnen hatte die Sucht mit einem Spiel namens Bulima auf dem C64. Von einem Fußballmanager konnte man nicht wirklich reden, ebenso wie Pele-Soccer keine Fußball-Simulation war. Die Spieler hatten keine Namen sondern nur Positionsbezeichnungen. Nachdem man die wenigen Variablen auf den Spieltag abgestimmt hatte, ermittelte ein kruder Zufallssimulator die Ergebnisse und listete sie untereinander auf. Der Höhepunkt des Saison waren die Pokalbegegnungen, in denen ein Viereck, das den Ball symbolisieren sollte, zwischen zwei abstrahierten Toren auf einer Horizontalen pendelte und manchmal eine der Torlinien überschritt. Wir haben Monate mit vor Bulima verbracht.
Mit der fortschreitenden PC-Aufrüstung stiegen die Ansprüche bis wir schließlich auf dem Höhepunkt der Zockerkarriere bei Anstoß 2 hängen blieb. Kurz nach der Veröffentlichung begann bei mir der Ernst des Lebens, so dass es immer noch dieses Spiel ist, in dem ich mich an zwei Wochenenden im Jahr mit Klinkinho duelliere. Dann werden die Freundinnen auf Shopping-Tour geschickt und sich mit zwei Kisten Bier im Computerzimmer verbarrikadiert. Montags ist man meistens völlig im Arsch und hat höchstens 1,5 Saisons hinter sich bringen können.
Heute geht es wieder los. Zwei harte Abende warten auf mich und mir wird dabei selbstverständlich keine Zeit zum Bloggen bleiben.
P.S.: Im Alltag fröhne ich als Ersatzdroge dem Online-Managerspiel Hattrick. Wer scharf auf eine Abreibung ist, kann mich gerne herausfordern. Team-ID: 521090
Dülp - 29. Okt, 12:16
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