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Sonntag, 19. Juni 2005

Der Arsch von Birgit Prinz

Mal ehrlich: Wer will den sehen? Ich jedenfalls nicht. Jede Frau hat ihre Qualitäten. Birgit Prinz kann prima Fußball spielen, ihr Hinterteil lässt zu wünschen übrig . Carmen Electra, nur so als Beispiel, hat einen Super-Arsch, kann aber wahrscheinlich keinen Ball über drei Meter an den Mann bringen.

Uefa-Präsident Lennart Johannson scheint mit dem Alter einen Großteil seines Augenlichts eingebüßt zu haben. Denn er fordert am Rande der Frauen-EM allen Ernstes körperbetonte Trikots für die "hübschen verschwitzten Spielerinnen" . Mich persönlich schaudert es meistens bereits dann, wenn eine der deutschen Stürmerinnen nach einem Torerfolg in Ekstase das weit geschnittene Dress über den Kopf stülpt und den Kameras ihren Liebestöter-Sport-BH präsentiert.

Ganz davon abgesehen, dass Outfits á la Beach-Volleyball den Niedergang der eh schon mageren Einschaltquoten bedeuten würde: Ein solches Denken ist ein Schlag ins Gesicht aller Frauen, die sich sowieso von jedem schmierbäuchigen Stammtischbruder erklären lassen müssen, dass sie auf dem Fußballfeld gar nix verloren haben und lieber zum Synchronschwimmen oder Bodenturnen wechseln sollten.

Wenn die Uefa tatsächlich mit weiblichen Reizen in die Offensive gehen wollen, sollten sie sich ein paar Tipps bei den Amis abholen. Denn wenn die sowas machen, dann wenigstens richtig.

RSS für alle

Den RSS-Feed gibts bei Twoday zwar standardmäßig, ist aber reichlich schwer aufzufinden, wenn man nicht gleichzeitig einen Arsch voll unnötiger Werbung auf der Startseite haben will. Heute hatte ich die Muse, einen Link in die Menüleiste einzubauen. Ab jetzt gibts den Bolzplatz also frisch gesaugt in den RSS-Reader.

Einer von uns

In den letzten Tagen hatte ich mich bereits über die Podolski-Interviews der letzten Tage köstlich amüsiert. Aller von Bierhoff verordneten Rhetorikseminaren zum Trotz pflegt der Jungstar seinen persönlichen Stil, was die Süddeutsche zu der Überschrift: "Subjekt, Prädikat, Obkjekt, bumm und Tor" hinreißt.

Bei den Medien löst es geradzu eine Welle der Entzückung aus, dass da einer daherkommt, der zwar so gut wie nichts sagt, aber dafür einfach so ist, wie er ist. Einer, der nicht durch jahrelanges Interviewtraining versaut ist. Dafür feiern ihn nicht nur die Süddeutsche, sondern auch Spiegel und FAZ ab. Eine seltsame Welt. Dankbarkeit für das Fehlen dessen, was die Journaille eigentlich am dringendsten braucht: Knackige Sätze, provokante Aussagen.

Aber aus Scheiße Gold machen ist schließlich die Aufgabe eines Journalisten. Und so wird ein Image aufgebaut, das sich wunderbar an alle Fußballfans der Nation verkaufen lässt: Das des erdverbundenen, vereinstreuen Kickers, der nach dem Training mit den Kumpels bolzen geht, der selbst im Fanblock seines Vereins gestanden hat - mit anderen Worten: Einer von uns. Schön wäre es ja, doch so recht glaubt eigentlich keiner dran. Denn schließlich ist Prinz Poldi, so heißt es, bereits mit einem Bein an der Säbener Straße.

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Du bist doch so ein Trottel...
Du bist doch so ein Trottel !!!!! Birgit Prinz sieht...
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